Trieler

Schon seit vielen Jahren kann man am Oberkochener Rathaus in den einst weißen Flächen zwischen den Geschossen, vor allem an der Fassade zum Eugen-Bolz-Platz hin, immer mehr, und immer länger und dunkler werdende langgezogene vom Zahn der Zeit, vornehmlich vom mit Feinstaub vermengten Regenwasser verursachte Schlieren feststellen.

Exakt die gleiche Beobachtung konnte schon vor 40 oder 50 Jahren am nach dem Krieg neu errichteten Stuttgarter Rathaus gemacht werden.

Damals kommentierte ein Leser der Stuttgarter Zeitung die unästhetische Erscheinung kurz und nüchtern mit:

„Henn’r’s au scho ghört?: Am Rathaus hat’s Trieler!“.

Da dieser Vorfall am historisch belegbaren Beispiel des Stuttgarter Rathauses berichtet wird, braucht man sich in Oberkochen keineswegs getroffen zu fühlen.

 
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