Steine im Kocher (1) – 19.02.2016

Anruf von Baumgärtner, Katja (KB = Freie Mitarbeiterin beim Limesmuseum Aalen): Dr. v.d.Osten (VDO), der die geophysikalische Vermessung um den Römerkeller vorgenommen und dabei das röm. Bad entdeckt hat, könnte heute lt. Dr. Bollacher den vermessbaren Berech um „Steine im Kocher“ magnetisch vermessen, da ein anderer Termin ausfällt. – Foto von der Situation v. rt. Kocherufer Ufer digital zugesandt. – Sehr unwirtlich im unmittelbaren Uferbereich. Zur Vermessung in Frage kommt nur der rechtsuferige Teil des Geländes, da der linksuferige bei der Gartenanlage so stark aufgeschüttet ist, dass eine geomagnetische Vermessung nicht möglich ist.

       

KB.: Handy: 0171 474 1252 – Tel. 07174-805944

Über Containerdienst Starz – Tel.-Nr. von Pferde-Starz (Heidi und Franz Starz – Tel.: 07361-87353 – Unterkochen-Stefansweiler Mühle. Frau Starz: Meine Vermutung, derzufolge Franz Starz eine Zeitlang mein Schüler am Gymi war, trifft zu. – (Der ältere Bruder Karl ist der, der musiziert). – Fazit: Wir können jederzeit auf das Grundstück und die geomagnetische Vermessung vornehmen.

Mit KB ausgemacht, dass wir uns heute 14.00 Uhr an der Schwörzhalle treffen.

Susi fährt mich auf 14.00 wie vereinbart an die Schwörzhalle.

KB, VDO u. DB „in Raten“ (da Auto voll mit Material) zu „Steine im Kocher“. Weg in schlechtem Zustand. Leichter Schneefall. Der weitere Uferbereich links wie von mir vorab beschrieben, nicht vermessbar. Auch rechts Probleme wegen unwirtlichem Bewuchs.

Auf der rechtsuferigen Seite, der von uns so genannten „Starzwiese“, (Gemarkung Unterkochen), wurde von VDO und KB eine 20x20 m große Wiesenfläche im Bereich der Verlängerung der Achse „Steine lks. Ufer / Steine rts. Ufer“, also in dem Bereich, wo die virtuelle „Brücke“ möglicherweise in einer Straße fortgesetzt war, in 10 Bahnen 2 auf 20 m abgesteckt (ca. ¾ Std. Arbeit). Diese 400 qm wurden dann von OVD in ca. ¼ Std geomagnetisch vermessen. KB erklärt: Unberührter Boden weist ein ungestörtes magnetisches Feld auf. Jeglicher unnatürliche Eingriff wie z.B. künstliche Vertiefung, eingebrachtes Steinwerk u.a. verändern dieses natürliche Magnetfeld messbar. Dabei muss OVD mit dem speziellen komplizierten Gerät, das er über die Schultern über Bauch und Rücken gehängt hat, in einem wie durch ein Metronom vorgegebenen Schritttempo abschreiten. – Die Ergebnisse müssen dann speziell ausgewertet werden. – Herr v.d.Osten fährt mich nach Hause.

Das Ergebnis kann ggflls. bereits am 31.3.16. von Herrn Goldstein M.A. vom LDA in den Vorort-Termin einfließen. – Möglicherweise wird die Umgebung der „Steine im Kocher“ dann auch noch geophysikalisch vermessen.

19.02.2016 DB

PS 20.2.16. – Ich sollte noch anfügen, dass ich mitbekam, dass die Nähe der Bahngeleise die Messung erschwerte, wenn nicht gar empfindlich beeinträchtigte.

DB

 

Steine im Kocher (2) – 07.03.2016

Nachdem das Landesdenkmalamt die „Steine im Kocher“ am 19.02.d.J. geomagnetisch vermessen hat, fand am heutigen 07.03. eine geophysikalische Vermessung der rechtsufrigen Fläche statt. Diese gehört grundbesitzmäßig, im Gegensatz zur linksufrigen Oko-städtischen Fläche entlang der Gartenanlage, Franz Starz Unterkochen. Sobald die Ergebnisse der beiden Vermessungen vorliegen, werden wir unter „Aktuelles“ weiter berichten.

Für Donnerstag, 31.03. hat das Landesdenkmalamt einen weiteren Lokaltermin geplant, zu dem Olaf Goldstein, MA, vom LDA nach Oberkochen kommen wird. An diesem Tag wird auch das „Bilzhaus“ besucht werden. Hier geht es darum, wie die von 1989 bis 2003 freigelegten Mauerreste des „Bilzhauses“ behandelt werden müssen, damit sie für die Zukunft besser geschützt sind.

DB

 

Steine im Kocher (3) – 31.03.2016

Da sowohl die geomagnetische Vermessung am 04.02.2016 als auch die geophysikalische Vermessung am 07.03.2016 der in Frage kommenden Fläche durch das LAD keine Belege für das Vorhandensein von Spuren einer abgegangenen Straße erbracht haben, neigt der zuständige Fachreferent des LAD zu der Annahme, dass es sich bei den Steinen auch um die Reste eines Wasserstauwerks im Zusammenhang mit der Stefansweiler Mühle handeln könne. Da das Alter der Steine ohne weitere Untersuchungen nicht festgelegt werden kann, wird zunächst auch nicht ausgeschlossen, dass es sich möglicherweise doch um die bereits in Urkunden von 1419 und 1659 erwähnten „ruderibus“ = damals schon ruinöse Reste eines Gebäudes handeln könne. Das LDA regt an, zumindest die im rechten Ufer befindlichen Steine von dem unterschiedlichen Bewuchs zu befreien, um Näheres über das Alter der Steine aussagen zu können, vor allem auch deren Alter. Ferner muss festgestellt werden, wann die Stefansweiler Mühle (Spranzenmühle) urkundlich zum ersten Mal erwähnt wird.

DB

 

Steine im Kocher (4) – Freilegung – 26.04.2016

Herr Karl Starz, Stefansweiler Mühle, Unterkochen, ließ uns heute telefonisch wissen, dass wir im Rahmen des Projekts „Steine im Kocher“ absolut freie Hand haben beim Befreien der riesigen behauenen Steine von kleinem und größerem Bewuchs. Diese Aktion ist die Voraussetzung dafür, dass zum Alter der Steine seitens des Landesamts für Denkmalschutz möglicherweise Näheres gesagt werden kann.

DB

 

Die geheimnisvollen Steine im Kocher (5)

Anlässlich des Tages des offenen Museums am 9. September wollen wir das Heimatmuseum bildlich gesprochen so weit öffnen, dass es bis zur Gemarkungsgrenze nach Unterkochen reicht. Dort, nahe der Gemarkungsgrenze, liegen nämlich jene geheimnisvollen behauenen Steine im Kocher, die unser inzwischen leider verstorbener Ehrenvorsitzende Dietrich Bantel bereits vor 30 Jahren beschrieben hat: Im Bericht Nr. 46 vom 09.12.1988 der inzwischen fast 700 Berichte umfassenden Reihe „Oberkochen – Geschichte, Landschaft, Alltag“. Er ist nachzulesen auf der Homepage des Heimatvereins (heimatverein-oberkochen.de) und wird daher hier nicht wiedergegeben.

Vor knapp zwei Jahren wurde Dietrich Bantel in der Sache wieder aktiv (Bericht 650 vom 29.01.2016). Es fanden Besichtigungen der inzwischen stark zu gewucherten Stelle und der dick mit Moos überzogenen Steine unter anderem mit Dr. Goldstein vom Landesdenkmalamt statt. Dieser äußerte sich interessiert, sah aber seitens des LAD keine Möglichkeit einer Grabung, da wegen Notgrabungen landauf, landab keine Zeit dafür sei. Er erlaubte uns allerdings, die Steine „einen Spaten breit“ freizulegen.

Dies geschah am letzten Schultag vor den Sommerferien durch sechs Schüler der Klasse 10a des EAG unter Anleitung von Alfred Fichter und mir, den beiden stellvertretenden Vorsitzenden des HVO.

Wozu dienten diese behauenen Steine? Was befand sich an dieser Stelle? Eine Brücke? Vielleicht aus der Römerzeit? Das von Dietrich Bantel im Bericht Nr. 46 erwähnte „glogghaus“? Eine Gerberei? Anlagen einer Mühle? Alles wilde Spekulationen. „Nix gwieß woiß mr net.“

Wir laden Interessierte am Sonntag, dem 9. September, zu einer kleinen Wanderung ein (hin und zurück zusammen knapp 3 km) zu den geheimnisvollen behauenen Steinen am Kocher, um sie in Augenschein zu nehmen ehe sie wieder zu gewuchert sind. Vielleicht kommt ja zu den bisherigen Spekulationen noch die eine oder andere Idee dazu. Wir treffen uns um 14 Uhr am Parkplatz bei der Schwörzhalle.

Richard Burger

 
 
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