41. Internationaler Museumstag 2018

Hoffnung auf ehemalige Jenenser

Lokal- und Kulturgeschichte im Schillerhaus und in den neuen Räumen in der Aalener Straße 10.

Über 10000 Besucher konnte der Heimatverein seit der Eröffnung des Heimatmuseums bei seinen „Offenen Sonntagen“, die immer am ersten Sonntag von 10 Uhr stattfinden sowie bei Sondervorführungen verzeichnen. „Es könnten sicherlich mehr Besucher sein, denn wir haben viel zu bieten“, so der zweite Vorsitzende Richard Burger am vergangenen Sonntag im Rahmen der „Internationalen Museumstags“, der unter dem Motto „Neue Wege zur Gewinnung von Besuchern“ stand. Dass der hiesige Heimatverein, nicht zuletzt durch die Herzblut-Arbeit des jüngst verstorbenen Dietrich Bantel und seinem fleißigen Team. eine ungeheure Bandbreite an kulturhistorischen Delikatessen zu bieten hat, davon konnten sich die Gäste beim Internationalen Museumstag überzeugen. A propos Delikatessen: beim traditionellen „Vesper und Museum“ zum Abschluss konnte man sich über die Resonanz nicht beklagen.

 

„Es könnten mehr Besucher sein, wir haben viel zu bieten“ Richard Burger, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins

 

Eine Sonderausstellung zum Thema „Jena – Bilder aus alten Zeiten“ wurde vom Heimatverein präsentiert. Dreihundert Bilder hinter Glas hatte man aus dem Nachlasse eines ehemaligen Jenensers erhalten. Akribisch wurden die Bilder aufbereitet und beschriftet. „Bei vielen Bildern wissen wir aber nicht, worum es sich handelt, wir hoffen auf ehemalige Jenenser, die uns weiterhelfen“, so Richard Burger. Eine Liste liegt im Schillerhaus aus. Die Gäste nahmen aber auch die Gelegenheit wahr, auf Entdeckungsreise durchs Heimatmuseum zu gehen und gerade die Oberkochener Geschichten wie das „Hafner- und Bohrermacherhandwerk“, die alemannischen Reihengräberfriedhöfe, „Vom Dorf zur Stadt“ mit in diesem Jahr ganz aktuellen Charakter oder die Geschichte vom Bilzhannes fanden Interesse. Auch die neuen Räume in der Aalener Straße 10 mit der Sonderausstellung „30 Jahre Heimatverein“ und dem „Mühlenkundlichen Schriftgutarchiv“ konnten in Augenschein genommen werden. Richard Burger kommt zurück zum Thema „Besucherresonanz, Luft nach oben.“ Man gehe seit einigen Jahren schon neue Wege. Jedes Jahr gehen die Fünftklässler des Gymnasiums auf Entdeckungstour durchs Museum und zum Römerkeller. Man hoffe auch auf die anderen Schulen am Ort, um Bewegung ins Museum zu bringen. Gerne sei man auch bereit, für ehemalige Oberkochener, Vereine, ehemalige Abi-Jahrgänge und andere Gruppen Sondervorführungen anzubieten. Schließlich ist der Fundus groß. Viel Material, das an verschiedenen Orten in Kisten lagert, gilt es noch aufzuarbeiten und in die Ausstellung zu integrieren.

Lothar Schell, Schwäbische Post

 

 
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