Neues vom Kocherursprung »nebenbei«

Anlässlich der Probesondierungsgrabung am Wochenende15./16.6.2013 nahm ich wieder einmal die bekannten Nebenquellen des Kocherursprungs (Bericht 577 v. 21.1.2011 und Foto v. 14.1.11.)

in Augenschein. Das Hochwasser der letzten 2 Wochen hatte ihnen stark zugesetzt: Sie haben sich in dieser Zeit bis zu 1 m tiefer in den albuchseitigen Hang eingegraben. Zum Beispiel wurde das Wurzelwerk unter Quelle 4

bis hin zum oberen Fotorand völlig unterspült. – Vor Quelle 6 entdeckte ich am 16.1.2013 ca. 5 cm unter dem Wasserspiegel, etwa 2 m vom Ufer entfernt, eine möglicherweise freigespülte Betonmauer, die mir noch nie aufgefallen war – , ca. 1,50 m lang und 25 cm breit. Einen Tag später, als ich sie fotografierte, schaute sie bereits 5 cm aus dem Wasser heraus –

d.h. die Schüttung ist innerhalb eines Tages so stark zurückgegangen, dass der Wasserspiegel an dieser Stelle um 10 cm sank. – Bei den Überlegungen für die Hintergründe dieser Mauer im verlängerten Kocherursprung, ca. 50 m vom Ursprung entfernt, fiel mir nur die Forellenzucht ein, mittlerweile vor ca. 125 Jahren ein, über die wir in Bericht 307 v. 5.12.1997 berichteten. Weber lieferte damals Oberkochener Kocherursprungsforellen an den königlich württembergischen Hof. – Geht man davon aus, dass beim Kocherursprung, wie beim Ziegelbach über Jahrzehnte, der Forellenteich gleich unmittelbar beim Quellaustritt lag, kann davon ausgegangen werden, dass die rückschreitende Erosion des Quellaustritts innerhalb dieser 125 Jahre 40 - 50 m beträgt.

Dietrich Bantel

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