Höhlensystem hinterm Kocherursprung?

Landesdenkmalamt gibt grünes Licht für Untersuchungen der vermuteten Hohlräume in Oberkochen

Die Schwäbische Post hatte in ihrer Ausgabe vom 15. März über die Vermutung von Dr. Michel le Maire berichtet, es könne Hohlräume am Kocherursprung geben. Das Landesamt für Denkmalpflege hat nun grünes Licht für detaillierte Untersuchungen gegeben.

Es wird vermutet, dass es hier, am Ursprung des schwarzen Kochers, Hohlräume im Berg gibt. Nun sollen Untersuchungen Klarheit bringen. (Foto: ls)

Seit Februar 2010 hatte sich der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Dietrich Bantel in seiner Eigenschaft als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege darum bemüht, für Höhlenforscher eine Genehmigung für eine kleine Versuchssondierung im Bereich des Naturdenkmals „Kocherursprung“ zu erhalten. Bereits 1979 hatte sich die von Bantel gegründete Höhlen-Interessengemeinschaft Oberkochen um die Sache bemüht. Mit dabei war seinerzeit der Forscher Hansjörg Schneider (Oberkochen/Essingen). Auch Gerhard Schuster war initiativ sowie der Speläologe Dr. Jürgen Bohnert aus Freiburg. Inzwischen ist vom Land Baden-Württemberg, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, die offizielle schriftliche Genehmigung für Untersuchungen im Bereich des Kocherursprungs eingegangen. Forciert wurde dies durch Bürgermeister Peter Traub und Stadtbaumeister Johannes Thalheimer. „Natürlich sind mit den Untersuchungen die üblichen Auflagen verbunden“, so Dietrich Bantel im Gespräch mit der SchwäPo. Vor allem gelte dies unter dem archäologischen Aspekt im Bereich von Quellen, da diese schon vor Jahrtausenden bevorzugte Siedlungsplätze gewesen seien. Speziell im Bereich des Kocherursprungs seien auch Münzfunde belegt. Unter anderem ist dort auch schon ein Scherben einer vorchristlichen Graphit-Keramik gefunden worden. Wann mit den Arbeiten und Untersuchungen begonnen wird, dies soll zunächst nichtöffentlich bleiben, um das Interesse Unbefugter möglichst gering zu halten, teilt Heimatforscher Dietrich Bantel mit.

Lothar Schell, Schwäbische Post

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