Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 9 - 10 / 494

 

Geschichte

Christhard Schrenk

Geschichte im Überblick

 

Vorbemerkungen

In diesem Beitrag wird nicht Oberkochens Vergangenheit in allen Feinheiten ausgebreitet. Das ist Aufgabe der nachfolgenden geschichtlichen Einzelartikel. An dieser Stelle geht es nur darum, mittels Querverweisen die Verbindung zwischen den Einzelaufsätzen herzustellen und den Ablauf der Oberkochener Geschichte, deren wichtigste Daten als Zeittafel (C. SCHRENK: Zeittafel bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges; M. HOFLACHER: Zeittafel ab 1945) zusammengestellt sind, grob zu skizzieren.

 

Frühgeschichte

Oberkochens Frühgeschichte (D. BANTEL: Oberkochen bis zur ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1337) läßt sich anhand archäologischer Funde nachzeichnen. Die Ortsgemarkung weist u.a. keltische, römische und alemannische Siedlungsspuren auf. In den schriftlichen Quellen ist die Bezeichnung »Kochen« in verschiedenen Schreibvarianten ab dem ersten Drittel des 12. Jahrhunderts zu finden. Manchmal steht »Kochen« für einen Wasserlauf — den Kocher —, manchmal für eine Ortschaft. Allerdings gibt es heute mit Unter- und Oberkochen zwei Gemeinden, in deren Namen »Kochen« enthalten ist. Bis ins erste Drittel des 14. Jahrhunderts unterscheiden die Urkunden nicht zwischen Unter- und Oberkochen, folglich muß man vor dieser Zeit von einer einzigen Gemeinde »Kochen« ausgehen. Zumindest deren kirchliches Zentrum lag im heutigen Unterkochen, denn 1136 spricht ein Ellwanger Güterverzeichnis im Zusammenhang mit Kochen u.a. von einem Friedhof und von der »Heiligen Maria«. Dieser Hinweis bezieht sich mit Sicherheit auf die Unterkochener Marientradition. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, daß sich auch auf Oberkochener Gemarkung sehr alte Siedlungsspuren nachweisen lassen (D. BANTEL: Oberkochen bis zur ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1337; R. HEITELE: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Oberkochen).


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