Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 77 / 494

 

7. Der bettler halb ist gemeinschafftlich verordnet worden,/ daß denen auswärttigen Bettlern und landfahrern/ das bettlen in loco (im Ort) oberkochen verbotten seyn, und/ zu deren abtreibung, die vorhin schon beliebtn dorffs/ und bettel-Wachten durch beederseitige beamte/ ohne fernern Verzug würcklich angeordnet- und / sträcklich darob gehalten, mithin dergleichen lie-/derliches gesindel in loco weder gedultet, noch beher- / berget, sondern mit Ernst abgetrieben, und daferne / es sich solchergestalten nicht abteiben laßen wolte, / gegen daßelbe mit der erförderlichen Schärffe und / allenfalßiger Coercition (Strafe) am Leib verfahren, vor/ die Einheimische arme hingegen mittelst einer von / denen beederseitigen beamten hiermächstens gemeinschafftlich / zu entwerffen stehenden dasigen orths umständen ge- / mäßen Einrichtung gewissenhafft gesorget werden solle.

Ausschnitt aus dem Aalener Protokoll von 1749.
In dem hier wiedergegebenen Abschnitt 4/7 wird das Bettelwesen behandelt.


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