Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 471 / 494

 

Manfred Höflacher

Zeittafel von 1945 bis 1992

 

1945
Eine traurige Bilanz: 160 Personen aus Oberkochen kamen im Zweiten Weltkrieg um, 54 Personen blieben vermißt.
Erstmals in der Geschichte der Katholischen Kirchengemeinde wurde am 17. Mai in Oberkochen das Sakrament der Firmung gespendet.

1946
Am 29. Oktober hatte die Gemeinde 2950 Einwohner. Zwei Hauptsorgen kennzeichneten das Jahr: Die Sicherung der Ernährung und die Schaffung menschenwürdiger Unterkünfte.
Am 27. Januar fand die erste Gemeinderatswahl nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Mit elf von zwölf Stimmen wählte der Gemeinderat am 15. März Rudolf Eber zum neuen Bürgermeister.
Ein Ereignis das Oberkochen in seiner Entwicklung den Stempel aufdrückte: Nach ihrer Evakuierung in Jena siedelte sich die Weltfirma Carl Zeiss am 1. August in Oberkochen an.

1947
Am 2. April wurde der evangelische Pfarrer Fiedler in seine neue Stelle eingesetzt.
Ab Jahresmitte gab es für Kinder und Jugendliche von sechs bis 17 Jahren die Kinder-Schulspeisung, bekannt geworden unter dem Begriff »Hoover-Speisung«.

1948
Bei der Volkswahl am 1. Februar ging Gustav Bosch mit ganz knapper Mehrheit als neuer Bürgermeister von Oberkochen hervor.
13 Arbeitsjubilare, darunter einer mit 50jähriger Betriebszugehörigkeit, konnte die Werkzeug- und Maschinenfabrik Wilhelm Grupp bei einer Betriebsfeier am 15. Mai ehren.
Ohne jemals einen Arzt in Anspruch genommen zu haben, verstarb am 2. Juni der älteste Einwohner Oberkochens, Gärtner Joseph Brandstetter, im 96. Lebensjahr.

1949
In der seit 50 Jahren bestehenden katholischen St. Peter- und Pauls-Kirche fand am 27. März die Investitur von Pfarrer Rudolf Hager statt. Am 27. August ließ sich Fräulein Gertrud Frank, spätere verheiratete Hauber, als Hebamme in Oberkochen nieder.
Der im August verabschiedete Haushaltsplan belief sich in seinem ordentlichen Teil auf 434 000 DM in Einnahmen und Ausgaben und im außerordentlichen Teil auf 84 000 DM.


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