Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 457 / 494

 

liefern. Auch für Holz hatte der Sohn oder Tochtermann zu sorgen. Das Haus und das ganze Gut erbte in der Regel der älteste Sohn. Die jüngeren Brüder und die Schwestern erhielten ihr bestimmtes Heiratsgut in barem Geld, das bis zur Verheiratung auf dem Hause des älteren Bruders gegen Verzinsung stehen blieb. Ledige Schwestern durften bis zu ihrem Tode im elterlichen Hause bleiben.

f) Gänse- und Ziegenhirte. Für die hier in ziemlicher Anzahl gehaltenen Ziegen und Gänse wurde ein besonderer Hirte angestellt. Seine Belohnung richtete sich nach der Stückzahl seiner Herde.

g) Schäfer. Die Pachtschäfer hatten von Seiten der Pferchbesitzer Anspruch auf freie Verköstigung (vier Glas Bier eingeschlossen) und erhielten außerdem für jedes Verschlagen des Pferchs zwölf Pfennig.


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