Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 45 / 494

 

che scheiterten, wandelte der Kardinalbischof von Augsburg das Kloster 1460 in ein weltliches Chorherrenstift unter der Leitung eines Fürstpropstes um. Mit Albrecht von Rechberg (1461-1502) scheinen Papst und Kardinalbischof einen guten Griff getan zu haben: Neben der wirtschaftlichen und administrativen Reorganisation der gesamten Herrschaft Ellwangen wird nun vor allem der Wiederaufbau des Klosters durch Baumeister Hans Stieglitz von Miltenberg energisch vorangetrieben. Kurze Zeit später wird das Kloster auch schon wieder zu einem geistigen und künstlerischen Zentrum.

Ein Strahl dieses neuen Glanzes fiel auch auf Oberkochen: Die Pfarrkirche St. Peter wird, was anzunehmen ist, unter der Leitung von Hans Stieglitz im spätgotischen Stil umgebaut und beträchtlich erweitert. 1470 erfolgte die Weihe durch den Bischhof von Augsburg. Die heute noch erhaltenen spätgotischen Figuren (Pieta, Ölberggruppe und verschiedene Heilige) lassen auf eine erstaunlich reichhaltige und künstlerisch nicht unbedeutende Ausstattung dieser nunmer dritten Oberkochener Kirche schließen. Heute herrscht allgemein

Freude darüber, daß diese Heiligen nach den puristischen Anwandlungen der 50-er Jahre von der »Bühnenverbannung« (Bantel) an den Ort ihrer Bestimmung zurückkehren konnten.

Unsere Beschreibung des mittelalterlichen Dorfes — die Rechtlosigkeit, das Fehlen jedweder Mit- oder Selbstbestimmung wird durch nichts besser bewie-


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