Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 438 / 494

 

Stadt war grundsätzlich bereit, einen weiteren Rasenplatz anzulegen. Allerdings standen zunächst erhebliche wasserwirtschaftliche Bedenken im Raume, die schließlich beseitigt werden konnten. 1983 genehmigte der Gemeinderat den Bau eines weiteren Rasenplatzes, der 1984 fertiggestellt wurde.

Aber nicht nur der Sport im Freien war zu fördern, sondern auch der Hallensport. Bis zum Zweiten Weltkrieg war keine gemeindeeigene Turnhalle vorhanden. Der TVO erstellte 1913 an der Katzenbachstraße eine vereinseigene Halle. Sie wurde nach Kriegsende abgebrochen. Mit der Erweiterung der Dreißentalschule im Jahre 1951 wurde auch die erste kommunale Turnhalle, die Dreißentalhalle, in Betrieb genommen. Ähnlich verhielt es sich mit der Turnhalle beim Gymnasium, die ebenfalls im Zuge des Gymnasiumsneubaues 1962 errichtet wurde. Wie überall im Lande wurde auch in Oberkochen der Ruf nach einer Sporthalle immer lauter. Der Gemeinderat kam auch diesem Wunsche nach und genehmigte schließlich den Bau einer solchen Halle in der »Schwörz«. Die Sporthalle war Ende 1977 fertiggestellt. Mit unserem Kocherstadion hatten wir dieselben Probleme wie beim Hallenbad. Über 25 Jahre alt war die bestehende Anlage total abgenutzt und mußte dringend erneuert werden. Durch den glücklichen Umstand, daß im Jahr 1989 die Carl-Zeiss-Stiftung ihr 100jähriges Jubiläum feierte, war es möglich, aus dem Selbstverständnis und dem Stiftungsstatut heraus für die Bevölkerung der Stadt Oberkochen eine zweckgebundene Spende in Höhe von 3 Mio. DM zu erhalten. Dies war mehr als nur ein Grundstock, um das Kocherstadion völlig neu herstellen zu können. Ein zweites Rasenspielfeld wurde erstellt, die leichtathletischen Anlagen wurden auf den neuesten Stand gebracht mit einer Kampfbahn Typ B, mit Rasenspielfeld und sanierter Tribüne. Sämtliche leichtathletische Anlagen sind überwiegend in doppelter Ausstattung vorhanden. Ein neuer Kunstrasenplatz wurde genauso geschaffen wie ein völlig neues Umkleidegebäude einschließlich Neugestaltung des Stadioneingangsbereiches. (Initialzündung für die völlige Neugestaltung des Kocherstadions war eine Spende von Carl Zeiss-Stiftung anläßlich des 100jährigen Jubiläums). Mit den nunmehr vorhandenen Sportstätten dürfte eine mehr als ausreichende Grundlage vorhanden sein, den Breiten- und den Spitzensport in Oberkochen in gewünschtem Umfange ausüben zu können.

 

Sonstige städtische Einrichtungen:

Neben den bereits vorgestellten Einrichtungen verfügt Oberkochen auch noch über weitere öffentliche Einrichtungen, die von ihrer Größe und von ihrem Umfang her nicht so bedeutend sind. Zu erwähnen wären darunter die Märkte. Oberkochen erhielt bereits 1816 das Marktrecht zur Abhaltung von


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