Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 436 / 494

 

tion am Wiesenweg gespeist. Auf Drängen der Landeswasserversorgung entschloß sich die Gemeindeverwaltung 1953, einen weiteren Hochbehälter mit einem Inhalt von ebenfalls 300 cbm beim Gebäude Turmweg 24 zu errichten, da das Wasser der Landeswasserversorgung nicht unmittelbar in das örtliche Leitungsnetz eingespeist werden durfte. Der rasche Anstieg der Einwohnerzahl und der hohe Wasserverbrauch der Industrie erforderten weitere Investitionen bei der Wasserversorgungsanlage. Bereits 1958 war der Bau eines zusätzlichen Hochbehälters akut, um vornehmlich die Versorgung der Firma Zeiss und des Baugebiets »Bühl-Gutenbach-Tierstein« abzusichern. Als Standort des neuen Behälters mit 1000 cbm Inhalt wurde ein Grundstück unterhalb der Maria-Schutz-Kapelle im Weingarten ausgewählt. Bereits elf Jahre später, im Jahre 1969, nahm man den vierten Hochbehälter in Betrieb. Die höher gelegenen Gebäude in der Lenzhalde und im Wolfertstal hatten keinen ausreichenden Wasserdruck. Daher wurde im Gewand Tierstein am Waldrand über dem Rathaus dieser Behälter mit einem Fassungsvermögen von 400 cbm errichtet. Damit verbunden war der Bau einer Pumpstation in der Tiefgarage des Rathauses als erster Bauabschnitt für die künftige Versorgung des Baugebiets »Heide« sowie die Einlegung einer zusätzlichen Druckleitung vom Rathaus bis zum Hochbehälter Tierstein. Der Stadtteil »Heide« bildet ein eigenes Versorgungsgebiet und wird über den 1972 fertiggestellten Hochbehälter »Heidekopf« mit einem Inhalt von 1000 cbm mit Wasser beliefert. 1982 modernisierte die Stadt die Quellfassung beim Luggenlohbrunnen durch den Bau eines kleinen Sammelbehälters und einer Entkeimungsanlage. Der aus dieser Quellfassung bezogene Eigenwasseranteil beträgt immerhin etwa 45%, während 55% vom Zweckverband Landeswasserversorgung zur Einspeisung kommen. Im Durchschnitt der abgelaufenen Jahre betrug die gesamte Wasserförderung der Stadt Oberkochen jährlich annähernd 800 000 cbm.

 

Sportstätten:

Zu einer der vornehmsten Aufgaben der Gemeinden und Städte gehört die Erstellung von Sport- und Freizeitstätten. Der Bau von Sportstätten hängt jedoch weitgehend von den finanziellen Möglichkeiten einer Gemeinde ab, aber auch von der Aufgeschlossenheit der Volksvertreter gegenüber dem Sport. Der Oberkochener Gemeinderat hatte sich beim Bau von Sportstätten nach dem Krieg vorbildlich und großzügig verhalten. Vor dem Krieg waren von privaten oder vereinsinternen Gruppen Bestrebungen im Gange, über einen Sportplatz zu verfügen. Bereits in den Zwanziger Jahren wurden von der Jugend des Turnvereins Oberkochen auf den Gutenbach- und Schwörzwiesen Fußballspiele unter weniger guten Voraussetzungen der Platzbeschaffenheit ausgetragen. Im Jahre 1930 gelang es, ein Gelände südlich der Firma


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