Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 432 / 494

 

orte im Gespräch, nämlich die Langerthalde, das Tiefental und erneut der Zollacker. Am 27. Mai 1974 entschied der Gemeinderat, die Langerthalde als Standort für ein künftiges Freibad zu bestimmen, weil Erschließungskosten, Besonnungsverhältnisse und ortsnahe Lage die günstigsten Voraussetzungen böten. Als dann die Bau- und Betriebskosten des planenden Architekten auf dem Tisch lagen, faßte der Gemeinderat 1980 den Beschluß, das Freizeitbad nicht weiter zu verfolgen. Es wäre ein zu großes Wagnis gewesen, solche finanziellen Belastungen bei der seinerzeitigen wirtschaftlichen Situation für die Zukunft einzugehen. Damit war zunächst ein Schlußstrich gezogen unter ein Projekt, das den Gemeinderat und die Bürgerschaft fast 20 Jahre beschäftigte. Im Jahr 1988 hat unsere Stadt Oberkochen dennoch ihr Freizeitbad erhalten. Das 25 Jahre alte Hallenbad war dringend sanierungsbedürftig. Die gesamten technischen Einrichtungen waren abgewirtschaftet, das Gebäude selbst mit der großen Fensterfront mußte erneuert werden. Vor die Alternative gestellt, das bestehende Bad lediglich zu sanieren, oder in diesem Zusammenhang ein den heutigen Ansprüchen gerechtes Freizeitbad zu schaffen, hat sich der Gemeinderat für die zweite Lösung entschieden. So ist heute das modernste Freizeitbad der Region in Oberkochen. In wunderschöner familiärer Atmosphäre zeigt sich jetzt die neu gerichtete Schwimmhalle mit Solarwiese und einer attraktiven Rutschbahn. Gleichzeitig ist ein Mutter-Kind-Bereich mit Sitzmöglichkeiten in der Halle eingerichtet. Durch einen Ausschwimmkanal gelangt man in das Freie, in ein neues Spaßbecken als Warmwasserbecken mit Wasserattraktivitäten wie Wasserpilz, Massagedüsen und Nackensprudler. Eine schöne Liegewiese im Freien komplettiert das Angebot gemeinsam mit der im Untergeschoß eingerichteten Saunalandschaft mit finnischer Sauna, Dampfsauna, Warmwasserbecken, Solarium, Ruheraum und Freihof. Wahrlich — eine Badelandschaft die für den Bürger der Stadt und deren Umgebung einen echten Freizeitspaß und darüberhinaus einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung darstellt.

 

Abwasserbeseitigung:

Die dichte Besiedlung der Gemeinden und die an die Hygiene gestellten Anforderungen zwangen die Kommunen, der Abwasserbeseitigung weitgehendste Beachtung zu schenken. Zu einer geordneten Abwasserbeseitigung gehört die Ableitung der Tageswässer von den Straßen und Grundstücken, ferner die Ableitung sämtlicher Abwässer aus Küchen, Waschküchen und Bädern und nicht zuletzt die Entfernung der Fäkalien durch die sogenannte Schwemmkanalisation. Bis zum Kriegsende bestanden in Oberkochen nur wenige Dolen im »Kies« und im »Brunnquell«, die in den Vorfluter »Kocher« mündeten. Anläßlich der Erstellung von Siedlungen beiderseits der oberen


zurück
 
Inhalts-
verzeichnis

weiter

[Home]