Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 430 / 494

 

des Heimatbuches, wurde dieses Gebäude als Jugendhaus genützt. Die sich wandelnden Verhältnisse haben dazu geführt, daß in Oberkochen der Bedarf für ein solches Jugendhaus, das in reiner Selbstverwaltung mit entsprechender fachlicher Anleitung geführt wurde, nicht mehr vorhanden war. Somit wurde dieses Haus ohne jeglichen Protest mit einstimmigem Beschluß des Gemeinderates im Jahre 1990 geschlossen. Es galt, dieses Gebäude von Grund auf zu sanieren und gleichzeitig einen neuen Verwendungszweck zu finden. Dies konnte man schließlich auch erreichen. Das Haus dient nun zwei Herren: Der 1. Stock wird dem Heimatverein Oberkochen zur Verfügung gestellt. Ein junger Verein, der sich intensiv mit der Pflege der Heimatgeschichte auseinandersetzt. Dort sollen die Ergebnisse der Untersuchungen, der Funde und Sammlungen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Dort soll der Heimatverein seine Arbeit durchführen können. Im Jahr 1993 ist die Eröffnung geplant. Damit erhält Oberkochen zum erstenmal Raum, um sich selbst darzustellen. Wichtig ist ein solcher Treffpunkt auch deshalb, um dem Bürger die Sicherheit zu geben, ein Heimatgefühl entwickeln zu können; auch wenn die Geschichte Oberkochens keine großen historischen Höhepunkte verzeichnen kann, ist dies jedoch für das städtische Leben wichtig. Das Selbstwertgefühl und das eigene Wissen um die Bedeutung der Entwicklung und des Schaffens erscheint uns förderwürdig zu sein.

Im Erdgeschoß wird eine Raumsituation geschaffen, die ein Treffen aller interessierter Bürger ermöglicht. Vorwiegend soll dies tagsüber den Älteren zur Verfügung gestellt werden, die in eigener Verantwortung sich zwanglos treffen sollen und treffen können. Abends kann jeder Verein, jede Organisation, jeder Interessierte diese Räumlichkeiten mit dem großen Saal, der Cafeteria und der Küche nach Voranmeldung nutzen. So soll dieses Haus insgesamt zu einem Haus der Begegnung für alle Bürger, ob jung und alt, werden. Ein Wunsch, den der Gemeinderat bei der Beschlußfassung über die Verwendung des Gebäudes in dieser Weise geäußert hat, und von dem wir hoffen, daß er auch so eintreten wird.

 

Aquafit — Freizeitbad:

Nur in wenigen Wohnungen waren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Wannenbäder installiert. Um der Bevölkerung eine Bademöglichkeit anzubieten, wurden von privater Seite entsprechende Schritte unternommen. So hatte die Familie Burkhardtsmaier im ehemaligen Gebäude in der Heidenheimer Straße einige Wannenbäder eingerichtet, die von der Bevölkerung zur Benutzung auch gerne angenommen wurden. Wegen der steigenden Einwohnerzahl nach dem Kriege sah sich die Gemeindeverwaltung genötigt, im Untergeschoß des neu erstellten Mittelbaues der Dreißentalschule ebenfalls


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