Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 426 / 494

 

sung der Firma Zeiss in Oberkochen nach dem Kriege wurde diese Tradition fortgesetzt und im Jahre 1948 eine neue Feuerlöschtruppe geschaffen.

 

Musikschule:

Bereits Anfang der 70er Jahre war die Einrichtung einer eigenen Musikschule in Oberkochen im Gespräch. Schon damals besuchten Kinder die Jugendmusikschule in Aalen. Die Stadt Oberkochen hatte sich am Abmangel nach der Zahl der Schüler zu beteiligen. 1977 entschloß sich der Gemeinderat, ab Januar 1978 eine eigene Musikschule zu errichten. Mit 147 Schülern wurde die Arbeit aufgenommen. Heute zählt die Musikschule rd. 800 Schüler. Sie werden von 25 Lehrkräften unterrichtet. Der Unterricht wird weitgehend im Altbau der Dreißentalschule erteilt, wo auch diverse bauliche Verbesserungen vorgenommen wurden. Als gutes Omen kommunaler Zusammenarbeit ist das Engagement mit der Gemeinde Königsbronn zu werten. Schüler aus der Gemeinde Königsbronn können die hiesige Musikschule besuchen. Die Gemeinde Königsbronn beteiligt sich am Abmangel anteilmäßig nach der Zahl der Schüler.

 

Stadtbibliothek:

Zur Einrichtung einer Bücherei ist eine Gemeinde nicht verpflichtet. Wenn sie eine solche Einrichtung dennoch schafft, so nur deshalb, um die breiten Massen ans Buch heranzuführen. Schon 1952 beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Einrichtung einer Bücherei. Ein geeigneter Raum war jedoch damals nicht verfügbar. Erst mit der Fertigstellung des Mittelbaues der Dreißentalschule wurde das ehemalige evangelische Schulhaus, Gebäude Aalener Str. 19, frei. Hier fand die Ortsbücherei schließlich 1959 ihr erstes Domizil. Mit 1260 Bänden wurde damals begonnen. 1967 wurde die Bücherei ins Untergeschoß des neuen Rathauses verlegt. In den folgenden Jahren war dieser Raum durch die Erhöhung des Buchbestandes völlig überlastet, und die Bücherei war nicht mehr ausbaufähig. 1973 erwarb die Stadt von der evangelischen Kirchengemeinde die alte Kirche in der Heidenheimer Straße. Nach langem Hin und Her über die Verwendbarkeit dieses Gebäudes, sei es nun als Jugendhaus, als Musikschule oder als Bücherei, entschied der Gemeinderat, die alte Kirche zu erhalten und 1981 nach dort die Stadtbibliothek zu verlegen. Ein markantes Gebäude im alten Ortskern mußte in seiner Außenfassade nicht verändert werden. Gegenwärtig verfügt die Stadtbibliothek über mehr als 16 000 Medien. Im Durchschnitt der letzten Jahre verzeichnete sie über 40 000 Entleihungen.


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