Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 420 / 494

 

schoß und den Abstellraum für Feuerlöschgeräte künftig der Gemeindeverwaltung als Büroräume zur Verfügung zu stellen. Doch auch dieser Zustand hielt nicht lange an. 1957 erwarb die Gemeinde das alte Forstamt, Gebäude Jägergäßle 2. Dieses eignete sich vorzüglich für Büros. Gemeindepflege, Ortsbauamt und Sozialamt wurden 1958 dorthin verlegt, weil die Räume im alten Rathaus einfach nicht mehr ausreichten. Das gleiche Problem trat beim Sitzungssaal auf. Auch hier wurde 1958 ein Erweiterungsbau angefügt, um die größere Zahl der Ratsherren unterbringen zu können. Dieser Sitzungssaal blieb beim Neubau der Oberkochener Bank erhalten und dient heute noch der Bank für den gleichen Zweck.

Fast 8000 Einwohner zählte Oberkochen Anfang der 60er Jahre. Während einiger Jahre waren Zugänge von jährlich 500 Personen zu registrieren, was eine enorme Steigerung der Verwaltungsgeschäfte verursachte. Angesichts der regen Bautätigkeit reichten die bestehenden Büroräume des Baurechtsamts auch nicht mehr aus. Eine Verlagerung in das benachbarte Gebäude Heidenheimer Str. 12 (Eugen Winter) bot sich 1962 an. Von diesem Zeitpunkt an war die Verwaltung nun in drei verschiedenen Gebäuden untergebracht, ein Zustand, der auf Dauer nicht vertreten werden konnte. Der Neubau eines Rathauses kam immer mehr ins Gespräch.

Als erstes großes Problem stellte sich die Frage, wo soll es erstellt werden. Nach vielen Überlegungen standen der alte Rathausplatz und der Eugen-Bolz Platz am Ende der damaligen Goethestraße (heute Bürgermeister-Bosch-Straße) in der engeren Wahl. Der Gemeinderat war sich bewußt, mit der Fest-


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