Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 41 / 494

 

nungen in den Urkunden des Klosters Ellwangen findet, und wobei es in allen Fällen um Belehnungen mit Ellwanger Klostergut oder um Verkäufe geht. An den Anfang unserer Betrachtung haben wir sicherlich die Erkenntnisse zu setzen, die sich aus den kürzlich erfolgten Ausgrabungen des alamannischen Gräberfelds ergeben haben. Die erste Christianisierung dürfte sich demnach im 7. Jahrhundert ereignet haben; als Indiz dafür gilt, daß ab diesem Zeitpunkt die Grablege ohne Grabbeigaben erfolgte, deren man ja nur im germanischen Götterglauben auf dem Weg ins Totenreich bedurfte. Wenn auch Spuren eine frühchristliche Kirche hier in Oberkochen vermuten lassen, gilt es nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen als sicher, daß diese frühe christliche Gemeinde zur Unterkochener Kirche gehörte, die als »Urkirche« längst vor der Gründung des Ellwanger Klosters im Jahre 764 Bestand hatte.

Wenn das Dorf Oberkochen in seiner Entwicklung stets gewisse Besonderheiten gegenüber den anderen Gemeinden der Umgebung aufwies, dann deshalb, weil es schon sehr früh ein politisch geteiltes Dorf war mit zwei Obrigkeiten, zwei Schultheißen und sogar drei Dorfkassen. (Von denen jedoch keine zu irgendeiner Zeit übergequollen wäre!) Diese Entwicklung setzte ein, als


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