Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 406 / 494

 

  1. a) Die gequollene Türe zum Kohlenraum ist nachhobeln zu lassen;
    b) in diesem Raum ist die zu starke Glühbirne gegen eine solche mit geringer Kerzenstärke auszuwechseln.
     
  2. Am Massenschalter wird über Kälte geklagt; Abhilfe könnte nur durch größere, verhältnismäßig hohe Kosten verursachende Maßnahmen getroffen werden, welche im übrigen auch architektonisch unbefriedigende Verhältnisse ergeben würden, zunächst wird daher von einer Änderung abzusehen, vielmehr darauf zu achten sein, daß das Abladegeschäft tunlichst schnell erledigt wird.
     
  3. An der Sprechzelle im Windfang ist ein Emailschild »Telephonsprechzelle« angebracht; derselbe ist zu entfernen und durch den Maler »Fernsprecher« aufmalen zu lassen.
     
  4. Am freistehenden Schreibpult in der Schalterhalle ist noch eine Versteifung anzubringen, um das Wackeln des Pultes zu verhindern.
     
  5. In der Wohnung im 1. Stock hat sich das Linoleum an mehreren Stellen geworfen, weshalb es nachgelegt werden muß.
     
  6. Die Treppe vom 1. Stock zum Dachraum ist in Eichenholz ausgeführt, während eine tannene Treppe genügt hätte.
     
  7. Im Arbeiterraum ist für bessere Lüftung durch mögl. häufiges Öffnen des Fensters zu sorgen, auch ist das Schürloch am Ofen offen zu lassen, wenn nicht geheizt wird, damit ein möglichst häufiger Durchzug entsteht.
     
  8. Am Äußern des Gebäudes ist über der Dienststundentafel noch ein gelber Postschild mit Hoheitszeichen anbringen zu lassen.
     
  9. An der Südwest- und Südostseite ist im Anschluß an den von der Gemeinde hergestellten Gehweg ebenfalls ein solcher herzustellen; die Abschrankung an der Bahnhofstraße ist außerdem etwas abzuschrägen, nachdem die Auffüllung im Anschluß an diejenige des Nachbargrundstücks erbreitert ist.
     
  10. Allgemein ist zu bemerken, daß das Gebäude sowohl am Äußern, als auch im Innern gut durchgebildet und planmäßig ausgeführt ist; auch der Bahnhofvorplatz hat durch die geschmackvolle Durchbildung und Farbwirkung erheblich gewonnen.

(gez) Oßwald PBR
(gez) Schmidt PAmtm
(gez) Dr. Reichert PR
(gez) Henes Arch.

 

Quellen:

Vorgeschichte: Dietrich Bantel nach Unterlagen der OPD Stuttgart
Postgeschichte Oberkochen bis 1921: Girulat, PA Aalen, Abt. Öffentlichkeitsarbeit


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