Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 400 / 494

 

Die Kolpinghütte auf luftiger Höhe hat sich im Laufe der Jahre zu einem äußerst beliebten Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Viele persönliche Anlässe finden dort ihre würdige Umrahmung; kurzum, die »Hütte« ist aus dem öffentlichen (und kulinarischen) Angebot in Oberkochen nicht mehr hinwegzudenken.

Daß der »Gesellenverein« Adolf Kolpings seine Aufgaben in Kirche und Gesellschaft darob nicht vernachlässigt hat, spricht für die Aktivität der Mitglieder und den Zusammenhalt im Verein. Kaum nachstehen da die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins und die Naturfreunde. Beide Vereine, die im Bezirk eine dominierende Rolle spielen, hatten dabei in der Vergangenheit wahrlich nichts zu lachen. Innerhalb kürzester Zeit zerstörten Feuersbrünste die Vereinsheime auf dem Volksmarsberg und am Tierstein. Daß ohne viel drumherum binnen weniger Monate auf den Brandplätzen neue, vergrößerte und den technischen Erfordernissen angepaßte Heime entstanden, läßt gleiche Rückschlüsse wie bei den Mitgliedern der Kolpingsfamilie zu. Wohl dem, so kann man sagen, der solch Tatkraft in seinen Reihen hat! Gartenfreunde und Kleintierzuchtverein haben in der Vergangenheit die Möglichkeit gehabt, kocherabwärts in den »Unteren Wiesen« heimisch zu werden. Das Angebot der Stadt wurde von beiden Vereinen genutzt und heute stehen neben den kleinen Schrebergärten moderne Zuchtanlagen, die mit dazu beigetragen haben, daß Züchtertiere Preise bis auf Bundesebene haben erringen können. Treffpunkt für alle »Feschtlesfreunde« ist alljährlich, wie könnte es anders sein, das »Laubenfest« der Gartenfreunde. »Hier ist gut sein«, hat schon mancher nach Einverleibung diverser kulinarischer Köstlichkeiten sinniert!

Leider sehr selten, dafür aber mit einem ungeheuren Aufwand präsentiert sich der Eisenbahnamateurclub Oberkochen seinen Freunden. Etliche Superlative haben die Vereinsarbeit in den zurückliegenden Jahren geprägt: größte Modelleisenbahnanlage Europas und anderes mehr sind kein Pappenstiel, insbesondere wenn man solche Objekte warten, auf- und abbauen muß.

Nicht immer frei von Nachwuchssorgen waren die Soldaten- und Kriegervereine. Solche Sorgen kennt man in Oberkochen glücklicherweise nicht. Aus einem Mauerblümchendasein hat sich die Soldaten-Kameradschaft zu einem Treffpunkt für manche Geselligkeit, aber auch für die Traditionspflege entwickelt.

Wie eingangs erwähnt, kann eine Beschreibung der Oberkochener Vereine bei der gegebenen Vielfalt nicht vollständig sein. Daher kann hier auch nicht von den vielen sonstigen Vereinigungen gesprochen werden, die gerne als Ort des gemütlichen Zusammenseins oder des unterhaltsamen Gesprächs aufgesucht werden. Erwähnt seien hierbei nur die zahllosen Altersgenossenvereine, Kegelclubs, Skatclubs oder Hobbysportgruppen. Man möge nicht böse sein, wenn in diesem Bericht nicht auf alle eingegangen werden konnte; es


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