Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 398 / 494

 

spielsweise der Stadtkapelle oder des Sängerbunds zwar wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig.

Mit Recht als derjenige, der im öffentlichen Leben, bei freudigen und traurigen Anlässen am meisten und öftesten im Rampenlicht steht, darf sich die Stadtkapelle bezeichnen. Neben der Blasmusik hat in den vergangenen Jahren vermehrt konzertante Musik, aber auch durch die Big-Band präsentierte Tanzmusik Eingang in das Repertoire der Kapelle gefunden. Und — was wären die vielen Sommerfeste, das Stadtfest und manche Vereinsveranstaltung ohne den »guten Ton« der Musiker?

Dem nicht nachstehen möchte der Sängerbund, der anspruchsvolle Chormusik seiner Männer- und Frauenchöre auf seine Fahnen geschrieben hat. Größter Beliebtheit erfreuen sich die Auftritte der Chöre mit geistlicher Musik in den Kirchen, aber auch im Rahmen öffentlicher Konzerte. Neben diesen beiden, der Musik verschriebenen Vereinigungen, sollen selbstverständlich diejenigen nicht vergessen werden, die mit ihrer Musik die vielen kirchlichen Anlässe verschönern. Erinnert sei dabei nur an die an den kirchlichen Hochfesten aufgeführten Messen bedeutender Kirchenmusiker, die von den Kirchenchören beider Konfessionen wochen- und monatelange Übung erfordern. Kleinere, aus Musikern der Stadt und der nahen Umgebung zusammengesetzte Orchester — oder bei der Evang. Kirchengemeinde der Posaunenchor —, leisten hierbei wertvolle Assistenz. Das 1986 gegründete Kammerorchester Oberkochen ist der 49. ins Leben gerufene Oberkochener Verein. (Vor Fusion TVO/FCO zu TSV Oberkochen, 50. Verein)

Nicht zuletzt war es der Kath. Kirchenchor, der die ersten Bande nach Montebelluna, Oberkochens jüngster Partnerschaft, geknüpft hat.

Mit den Oberkochener Jazztagen, immer Ende März von der Stadt mit Unterstützung der Fa. Leitz veranstaltet, hat sich jüngst eine Veranstaltung etabliert, die Besucher aus dem ganzen Umland nach Oberkochen lockt. Internationale Jazzstars, hervorragende Bands und Solisten geben sich ein Stelldichein, und die Medien berichten ausführlich.

 

Hilfs- und Wohltätigkeitsvereine, sonstige Vereine

Wenn heute vielfach geklagt wird, daß die Kosten der öffentlichen Gesundheitspflege nicht mehr bezahlbar sind, wird dabei oft vergessen, daß im Stillen viele unbezahlte und kaum wahrgenommene Dienste geleistet werden. Oder was wäre beispielsweise ohne den vielfältigen Einsatz der DRK-Ortsgruppe, der Feuerwehren, die Krankenpflegevereine beider Konfessionen, der Arbeiterwohlfahrt, der DLRG oder des VdK?

Nicht nur bei Blutspendeterminen, bei kleinen und großen Veranstaltungen treten die Helfer des DRK ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Glücklich kann man sich schätzen, daß Oberkochen noch zu den Städten zählt, in denen die


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