Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 397 / 494

 

zuüben angeboten bekommt. Die Mehrzahl der Vereine Oberkochens sind auf dem sportlichen Sektor angesiedelt.

Mit der Fusion der bisher größten Vereine TVO und FCO zum TSV im Jahre 1986 ist ein langer Verhandlungsmarathon zu Ende gegangen. Daß diese Fusion zustande gekommen ist, kann als Sieg der sportlichen Vernunft bezeichnet werden.

Der Verein hat mit nunmehr ca. 2000 Mitglieder so viele Abteilungen, daß der gesamte sportliche Bedarf in Oberkochen abgedeckt wird.

Erfreulich, daß die ballspielenden Abteilungen, insbesondere Fußball und Handball an die Stärken früherer Tage haben anknüpfen können und heute in der Bezirks- bzw. Landesliga spielen. Der mit großzügiger finanzieller Unterstützung der Fa. Carl Zeiss bewerkstelligte Ausbau des Carl-Zeiss-Stadions gibt den Sportlern alle Möglichkeiten. Eine ähnlich großzügige und moderne Sportanlage sucht im weiten Umkreis ihresgleichen.

Großveranstaltungen wie das Leichtathletiksportfest oder jüngst das Gastspiel von FC Carl Zeiss Jena wurden gemeinsam mit der Fa. Zeiss durchgeführt und haben sich regen Zuspruchs erfreut.

Ruhig ist es um den Boxclub seit dem Tode seines »Motors« Walter Spindler geworden. Dabei mag der Sport als solcher als auch sein manchmal sehr zwielichtiges Umfeld eine Rolle gespielt haben. Jedenfalls muß die Zukunft des BCO heute unter anderen Gesichtspunkten gesehen werden.

Überwiegend in der Jugendarbeit, und da im städtischen Hallenbad ist der Schwimmverein tätig. Eine Vielzahl von regionalen Meisterschaften geben Zeugnis von der guten Nachwuchsarbeit. Sportkegelclub, Miniaturgolfclub, Schachverein und Tennisclub frönen, wie der Vereinsname bereits ausdrückt, in aller Regel einer bestimmten, favorisierten Sportart. Dabei ist bemerkenswert, daß beispielsweise die Oberkochener Schachspieler seit Jahr und Tag mit den Besten der Region um Bauer und Dame kämpfen; Tennisclub und Miniaturgolfclub als relativ junge Vereine bereits über schmucke Anlagen verfügen, auf denen ihr Sport ausgeübt werden kann. Insbesondere der »weiße Sport« hat so viele Anhänger gefunden, daß die Verantwortlichen ob der Vergabe ihrer Sportstätten an die vielen begeisterten Sporttreibenden oftmals graue Haare bekamen. Die Tennisplätze am Kocherstadion sind zwischenzeitlich den stets wachsenden Mitgliederzahlen gegenüber nicht mehr gewachsen, so daß jetzt wieder neue Plätze angebaut werden müssen.

 

Die kulturtreibenden Vereine

Nicht zuletzt durch die Aktivitäten des Zeiss-Kulturrings ist Oberkochen als Musik-, Gesangs- und Theaterstadt ein Begriff im Kreis. Nicht selten sind auf der Zeiss-Bühne berühmte Stars von Film, Funk und Fernsehen zu Gast. Diese Befruchtung von außen ist dabei angesichts der Leistungsfähigkeit bei-


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