Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 39 / 494

 

kels« (siehe Sagen) lose im Stein- und Felsschutt fanden. Sie wurden von einem Heidenheimer Archäologen (Heinzelmann) ins 12./13. Jahrhundert datiert und stellen die einzigen belegbaren Spuren aus dieser noch nicht aufgehellten Zeit dar. Auch diese Höhle, wie die im Schmiedestein, wurde nun nachgewiesenermaßen im Mittelalter zu wahrscheinlich unruhigen Zeiten als vorübergehender Unterschlupf zum Wohnen aufgesucht.

Man muß sich vorstellen, wie hier Menschen, Oberkochener, in großer Kriegsfurcht vor 800 Jahren Trinkwasser vom Tal die Kuhsteige hinauf zur Höhle am Griebigen Stein geschleppt haben. Vielleicht hat ein in der Höhle spielendes Kind das Gefäß umgeworfen — es ging zu Bruch, die anderen Scherben liegen unter meterhohem Schutt,... »Kannst Du nicht aufpassen« hat die Mutter geschimpft. Es war das einzige Wassergefäß....

Am Ende des Zweiten Weltkriegs hausten da oben — wie noch lebende Bürger zu berichten wissen — wieder Menschen in großer Kriegsfurcht, — Tiefflieger ....

Literaturnachweis

  1. Württemberg in vor- und frühgeschichtlicher Zeit, O. Paret, 1961
  2. Fundberichte aus Baden-Württemberg, Band 5, 1980
  3. Urgeschichte in Baden-Württemberg, Müller Beck, 1983
  4. Die Kelten in Baden-Württemberg, K. Bittel, 1981
  5. Die Römer in Baden-Württemberg, Filtzinger u.a., 1976 (Beschreibung »Römerkeller«)
  6. Die Alamannen, R. Christlein, 2. Aufl. 1979
  7. Ostalb, Werden und Wachsen, W. Trinkle, 1979
  8. Unterlagen aus dem Archiv des Landesdenkmalamts Stuttgart
  9. Heimatbuch Unterkochen, 1954
  10. Archäologische Ausgrabungen 1980 Bodendenkmalpflege in den Reg.Bcz.Stuttgart und Tübingen
  11. Einwohnerbuch der Gemeinde Oberkochen 1965
  12. Amtsblatt der Gemeinde und der Stadt Oberkochen, verschiedene Jahrgänge
  13. Ostalb Nr. 11/72
  14. Ostalb/Einhorn Nr. 26/80
  15. anno journal, Juli 1981
  16. Oberkochen im Ostalbkreis, Kühn, v. Gleich, Seckler, Werner, 1973
  17. Beiträge zur Heimatkunde, VS Oberkochen, 1961/62
  18. Beschreibung der kt. Kirche St. Peter und Paul durch die Architekten Beißbarth und Früh, 15.12.1898
  19. Unterlagen aus dem Archiv der Stadt Oberkochen
  20. Heimatbuch Franz Balle 1953 erweitert durch Josef Balle 1978
  21. eigenes Archiv

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