Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 389 / 494

 

Stark GmbH für Holz- und Metallverarbeitungsmaschinen gezählt werden, deren Handelsbeziehungen inzwischen weit über Oberkochen hinausreichen. Das Transportgewerbe ist in Oberkochen mit zwei internationalen Speditionen und einem Fuhrunternehmen vertreten, die erst nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurden. Die Firma Petershans & Betzler begann 1945 im Dreißental. An die Stelle des schon früh verstorbenen Mitbegründers August Betzlers trat 1950 Karl Uhl in das noch junge Unternehmen ein. Nach der Umsiedlung an die B 19 im Norden von Oberkochen gelang es Hermann Petershans und Karl Uhl, eine Spedition für den Güternah- und Fernverkehr aufzubauen, die schon bald internationalen Ruf erlangte und heute zu den leistungsfähigsten im süddeutschen Raum gezählt werden kann. Die Anfänge der Spedition August Fischer im Katzenbach gehen auf den Transport von Gruben- und Faserholz vom Wald zum Bahnhof zurück, der zunächst mittels eines Pferdefuhrwerks getätigt und anschließend von einem Holzvergaser übernommen wurde. Auch diese Spedition wurde 1945 gegründet und hat seither eine stetige Aufwärtsentwicklung genommen. Heute transportieren 10 Fernverkehrslastzüge hauptsächlich Eisen, Stahl und Schmiedeteile in die wichtigsten deutschen Industriezentren. Das noch relativ junge, erst 1960 gegründete Güternah- und Fernverkehrsunternehmen Manfred Maier hat sich auf die Beförderung von optischen Geräten spezialisiert, was in Oberkochen natürlich nahe liegt. Der alte »Henschel« wurde inzwischen von acht modernen Lastkraftwagen abgelöst. Baustoffhandel und Einsatz im Winterdienst ergänzen den Fuhrbetrieb, der heute 13 Mitarbeiter zählt. Das einige Jahre in der Kreuzmühle ansässige türkische Fuhrunternehmen K.K.R. internationale Transporte GmbH ist seit Sommer 1992 völlig spurlos aus Oberkochen verschwunden.

 

Das Handwerk verändert sein Gesicht

»Handwerk hat goldenen Boden« besagt ein altes Sprichwort und die darin liegende Wahrheit zeigt sich auch bei den Oberkochener Handwerksbetrieben. Daß Schäfers Zunftbeschreibung (s. Einleitung), wonach Gewinn aus Handel und Zins Todsünde sei, auch in diesem Punkt überholt ist, zeigt sich an der Vielzahl von Handelstätigkeiten in den verschiedensten Formen und Ausprägungen, die auch von den Oberkochener Handwerkern nebenbei oder manchmal sogar schwerpunktmäßig ausgeführt werden. Die Struktur des Handwerks hat sich in den letzten 80 Jahren beträchtlich verändert. Eine Zusammenstellung zeigt die heute selbständig in Oberkochen vertretenen Innungen:

1 Gipser: Bruno Balle
2 Bauunternehmen: Franz Wingert, Wohnbau GmbH Oberkochen
1 Landschaftsbauer: Linus Holz
2 Gärtner: Josef Brandstetter, Emil Vollmer


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