Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 380 / 494

 

3 Bierbrauer: Georg Nagel (Hirsch), Ludwig Trick (Ochsen), Eugen Winter (Schell)
3 Gärtner: Josef Brandstetter, Franz Holz, Anton Mahler
3 Metzger: Paul Betzler, Friedrich Reber, Jakob Schneider
3 Müller: Karl Elser (Kreuzmühle), Kaspar Scheerer (Untere Mühle), Stadelmaier (Ob. Mühle)
3 Schmiede: Karl Maier (Kirchenschmied), Paul Oppold, Josef Weber (Kohlschmied)
3 Wagner: Anton Bezler, Franz Bezler, Josef Holz
2 Küfer: Franz Gold, Anton Wunderle (der auch eine Mosterei betrieb)
2 Maurer: Anton Trittler, Franz/Johannes Wingert
2 Sattler: Christian Bauer, Karl Seitz
2 Schneider: Anton Fischer, Josef Anselm Strohmaier
2 Schlosser: Johannes Elmer, Michael Fritz
1 Glaser: Paul Wingert
1 Holzdrechsler: Josef Wingert
1 Mühlenbauer: Josef Mauser
1 Uhrmacher: Paul Hoffmann
1 Ziegler: Karl Gold
1 Zimmermann: Bernhard Brunnhuber
(Aufstellung nach C. Schrenk, Alt Oberkochen in BuG v. 7.9.84, S. 678)

Ein selbständiger Handel war zu dieser Zeit noch sehr schwach ausgeprägt. Waren des alltäglichen Bedarfs wurden in kleinen Lebensmittelgeschäften (Kolonialwarengeschäften) oder Gemischtwarenläden zum Kauf angeboten. Alles andere besorgten meist auswärtige Händler, die mit ihren Wagen von Ort zu Ort zogen. So war es auch zunächst das Handwerk, das sich in der Gemeinde organisierte und 1906 einen Handwerkerverein gründete. Mühlenbauer Josef Mauser, Glasermeister Michael Wingert, Schreinermeister Karl Fischer, Schuhmachermeister Johann Kopp und der Uhrmacher Karl Hoffmann nahmen die Sache in die Hand, nachdem die Württ. Landesregierung die Meisterprüfung wieder zur Pflicht gemacht und den Zusammenschluß aller Gewerbe- und Handeltreibenden zur Wahrung ihrer Interessen empfohlen hatte. Die steigende Zahl von Einzelhandelsgeschäften und eine zunehmende Branchenstreuung im Zuge der Einwohnerentwicklung verstärkte nun den Einfluß des Handels, was die Vorstandschaft unter Altglasermeister Paul Wingert (1923-1933) dazu bewogen haben mochte, dem Verein seinen heutigen Namen »Gewerbe- und Handelsverein Oberkochen« zu geben.

Während zwischen den beiden Weltkriegen viele Betriebe ihre Selbständigkeit aufgaben, kamen auch neue hinzu. So begann 1921 mit Willibald Mannes sen. ein zweiter Zimmermann im Untergeschoß seines Wohnhauses gegenüber der Unteren Mühle (Scheerer). 1922 richtete Ferdinand Burkhardtsmaier in der Langestraße, auch Langgasse genannt (heute: Heidenheimer Str.)


zurück
 
Inhalts-
verzeichnis

weiter

[Home]