Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 361 / 494

 

1675
Er findet seine Braut in Oberkochen, der Adam Grupp, 1650 in Donzdorf geboren und tritt 1675 in Oberkochen in den Stand der Ehe mit der Anna Linse. Der Geschlechtsname Linse war bereits vor dem 30jährigen Krieg in Oberkochen ansässig. Wie aus den Büchern zu ersehen ist, war dieser Adam im damaligen Ellwängischen Ortsgeschehen eine Person, die Bedeutung hatte.

Das ist der Anfang der katholischen Sippe Grupp (evang. Sippe 1719)

1680
Die Dorothea Rittelmann brachte einen neuen Namen vom weißen an den schwarzen Kocher. Sie heiratet 1680 den Wigelius Stöckle von Unterkochen. Das Ehepaar bleibt — wo die Hochzeit stattfand — und mit ihm der Name Stöckle. Er blieb fünf Generationen in Oberkochen. Der Letzte war der Häfner Josef Stöckle, der 1851 kinderlos verstarb.

1685
Wieder kam ein neuer Name aus Mögglingen. Sie, die Catharina Rittelmann hat ihn, den Leonhard Kratzer bewogen, nach der Eheschließung im Jahre 1685 in ihrem Heimatort im Oberen Kochertal zu verbleiben. Zu Gevatter (Trauzeuge) stand damals bereits ein Jörg Bezler. In den Folgejahren waren die Tauf- und Trauzeugen immer wieder dieselben — Bezler zu Kratzer und Kratzer zu Bezler. Es muß also ein verwandtschaftliches Verhältnis bestanden haben.

Nur zwei Generationen verblieb der Name Kratzer in Oberkochen, doch er ist als Hausname heute noch geläufig und gar oft gebraucht.

1691
Nach der Hochzeit mit der Margarethe Schuhmacher übersiedelt der 1667 in Sixenhof-Essingen geborene Georg Holz nach Oberkochen. Sein Sohn Johann Georg kam 1712 in Oberkochen zur Welt. Nach dem Ableben des Vaters heiratet er in Zang die Christina Weber und verbleibt am Geburtsort seiner jungen Frau. Der Versuch, Holz in Oberkochen anzupflanzen, ist mißlungen!

Dieser Johann Georg ist der Stammvater der Zanger Linie Holz. Doch seine Schwester Maria Agnes brachte es fertig, die zweite Sippe Grupp (evangelisch) in Oberkochen ansässig zu machen (siehe 1719).

1695
Der Ludimagister Heinrich Scherr, kam 1695 samt seiner Hausfrau nach Oberkochen — woher steht nicht geschrieben. Nur wenige Jahre konnte er die Tätigkeit des Schulmeisters ausüben, denn er starb bereits 1707 im Alter von 42 Jahren — er ist also 1665 geboren und brachte den Familiennamen Scherr nach Oberkochen.

1701
Von Fleinheim kam der 1673 geborene Melchior Schneider. Er machte 1701 die Barbara Brosi zur Ehefrau. Der Großvater der Barbara war »Sonntag« Brosi. Und weil der Vorname »Sonntag« absolut ungewöhnlich und so seltsam ist, wurde er zum Hausnamen der Sippe Schneider.


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