Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 360 / 494

 

Salome Spiegelsberger vom Hau Wollenberg. Trauzeugen: Sebastian Schaup (Baschte) und Franz Gold de Oberkochen.

Matthäus Widmann von der Bilz heiratet 1735 die Eva Brunnhuberin von dem Wollenberg. Trauzeugen: Joannes Gold und Sebastian Kopp de Oberkochen.

Sicher stammt dieser, in unserem Raume geläufige Spruch aus jener Zeit: Descht a Waldechter!

 

Zuwanderungen aus Nachbargemeinden

1640
Der Name Kieninger war nach dem großen Glaubenskrieg in Oberkochen sehr breit vertreten. Der erste Geschriebene ist Johann Melchior, 1640 geboren. Eine lückenlose Ahnenreihe gibt es nicht. Es war ein stetes Hin und Her zwischen Ober- und Unterkochen und dem Härtsfeld. So kam um 1690 Johann Joseph, Sohn des Hohmüllers Johannes Kieninger, von Unterkochen nach Oberkochen und übernimmt die obere Mühle.

Wenige Jahre später werden zwei weitere Brüder im oberen Kochertal seßhaft. Das Müllergewerbe war den Kieningers sicher angeboren, denn zwei Nachfahren des etwa 1700 vom Grauleshof zugewanderten Johannes Kieninger waren auf der Ölmühle in Oberkochen.

Um 1800 sind noch fünf Familien geschrieben, doch nach 1850 gab es keinen Kieninger mehr in Oberkochen.

1655
Im Salbuch von Schwäb. Gmünd ist der Name Wingert bereits 1532 und 1538 geschrieben, doch wo der erste Oberkochener Wingert herkommt, ist noch nicht gefunden. Dieser Leonhard Wingert ist am 1.1.1700 gestorben. Einer seiner Söhne, der Matthäus, 1655 in Oberkochen geboren, heiratet 1682 in Nenningen (Lauterstein) eine Katharina Bommen (Baum) und zieht 1684 wieder zurück nach Oberkochen. Das sind die Stammväter der heute ansässigen Wingert. Eine der hervorragenden Persönlichkeiten ist der Maurermeister Michael Wingert (1826-1899). Er war 40 Jahre von 1849 bis 1889 Schultheiß in Oberkochen.

1661
Christophorus Schmid von Mögglingen findet sein Eheweib in Oberkochen (keine Beleidigung, so hieß sie damals). Anno 1661 war in Oberkochen die Hochzeit mit der Margaretha, Tochter des 1597 in Oberkochen geborenen Melchior Rittelmann. Christophorus lebt die ersten Ehejahre in Mögglingen. Doch sie konnte ihn bewegen, den Wohnsitz der Familie nach Oberkochen zu verlegen. Fünf Generationen dieser »Mögglinger Schmid« waren im oberen Kochertal ansässig, doch Mitte des vorigen Jahrhunderts ist diese Schmid-Sippe erloschen.


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