Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 353 / 494

 

Sebastian Kopp, etwa 1635 geboren, ist der Erste der katholischen Linie, die bis 1800 so bedeutungsvoll war wie die lutheranische — doch sie ist um 1850 erloschen. Daß zwischen den Oberkochener und Königsbronner Kopp verwandtschaftliche Beziehungen bestanden, besagen die Tauf- und Trauzeugen.
1478 Melchior Kopp hat ein Gut am Buchwang.
1583 ist ein Koppsches Lehensgut geschrieben.

1622
Johann Jakob Gold 1622, und sein Bruder Johann Georg 1639 geboren sind die Stammväter der Sippe Gold. Der Altvordere, also der Vater dieser Brüder konnte bislang nicht findig gemacht werden. Diese Sippe Gold war über zwei Jahrhunderte das breiteste Geschlecht im oberen Kochertal. Sechs Linien Gold, nach dem Hausnamen benannt, gab es im Dorf Oberkochen — Goldenbauer — Holzwart — Küfner — Marks — Schmidjörgle und Ziegler.

Vier Schultheißen aus der Sippe Gold waren über ein Jahrhundert in der Amtsstube des Ellwängischen Dorfteiles tätig. Franz Bernhard Gold (1685-1729) war Schulmeister in Oberkochen. Drei seiner Nachfahren übten dieselbe Tätigkeit in Oberkochen aus. Sebastian Gold (1728-1798) und dessen Sohn Sebastian waren Ochsenwirt in Oberkochen. Ihre Nachfahren sind die Ziegler-Gold in Niesitz und die Ziegler-Gold in Unterkochen.

Anton Gold (1751-1809) heiratet 1774 in Dewangen eine Magdalena Schallmayer. Er ist der Stammvater der Fachsenfelder Linie, die sich in den Folgejahren nach Seitsberg, Treppach, Reichenbach und nach Hofen verbreitet. Zwei weitere Linien Gold kommen ebenfalls von Oberkochen. Es sind dies die Wäschenbeurer- Gold und die Kitzing-Linie Gold, die sich nach Barholomä und im Raum Schwäb. Gmünd verbreitet hat. Im Jahre 1741 sind nochmals drei Brüder Gold, Nachkommen des Johann Georg (1661-1725), nach Siebenbürgen ausgewandert.

Sechs Namensträger Gold sind in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nach Amerika ausgewandert.

Johann Michael Gold beginnt 1840 am Oelweiher die Innere Ziegelhütte zu errichten. Der Lehm, das Vormaterial, wurde noch mit Füßen getreten — barfuß geknetet und die Dachplatten wurden mit gespreizten Fingern geformt. Fünf junge Söhne waren die Belegschaft, die ihn in unermüdlicher Arbeit zum »Lettabaron« machten.

1478 übernimmt Lienhard Gold einen Lehenshof am Katzenbach.
1556 Hannß Gold hat ein Lehensgut zu oberst im Dorf in der Langgaß (Goldenbauer?)
1627/28 etwa zogen Josef, Jacob und Franz Gold von Oberkochen als Handwerksburschen in die Fremde nach Siebenbürgen. Josef


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