Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 342 / 494

 

Dietrich Bantel

Schultheißen und Bürgermeister durch 185 Jahre

Am 10. November 1987 werden es 185 Jahre, daß die Gefürstete Propstei Ellwangen und damit der ellwangische Ortsteil von Oberkochen württembergisch wurde (sanktioniert im Reichsdeputationshauptschluß vom 25. Februar (1803). Die im Amt befindlichen beiden Schultheißen, der ellwangische Johann Sebastian Gold und der württembergische Kaspar Scheerer, führten es gemeinsam weiter bis 1819. Gold schied dann offenbar altershalber aus. Schultheiß Scheerer führte das Amt allein weiter bis 1830.

Sein Nachfolger war bis 1849 der »Chirurg und Schultheiß« Sigmund Jonathan Maier (geboren 1793, gestorben 1852). Schon vor seiner Ernennung zum Schultheißen durch die Regierung (auf Grund des Verwaltungsedikts vom 1. März 1822, wonach die Gemeinde drei Bewerber vorschlagen konnte) hat er die Gemeinderatsprotokolle als »Aktuarius« mitunterzeichnet.

Der nächste, ebenfalls ernannte Schultheiß war der Maurermeister Michael Wingert (geboren 16. Juli 1826, gestorben 5. Dezember 1899); er versah sein Amt vom 5. Mai 1849 bis 27. Juli 1889.

Ihm folgte sein Schwiegersohn Johannes Bezler (geboren 4. Januar 1861, gestorben 25. Februar 1901), ab 26. September 1889, ebenfalls noch auf Lebenszeit ernannt nach den Bestimmungen des Verwaltungsedikts von 1822. Nachfolger war der erste von der Bürgerschaft auf Grund des Gesetzes vom 21. Mai 1891 auf Lebenszeit gewählte Schultheiß Alois Butscher (geboren 26. Februar 1876, gestorben 6. April 1903), ab 20. April 1901.

Der nach ihm gewählte und am 28. Mai 1903 in sein Amt eingesetzte Schultheiß Franz Anton Bucher (geboren 8. Dezember 1874) schied bereits am 28. Februar 1905 wieder aus.

Dann folgte am 1. April 1905 der auf Grund des vorgenannten Gesetzes von 1891 ebenfalls auf Lebenszeit von der Bürgerschaft gewählte Schultheiß (ab 1930 Bürgermeister) Richard Frank (geboren 12. März 1879), auf Grund der politischen Veränderungen zur Ruhe gesetzt im Dezember 1933.

Ihm folgte der auf Grund des Gesetzes v. 28. Juni 1933 von der Regierungsbehörde auf Lebenszeit ernannte Bürgermeister Otto Heidenreich (geboren 21. August 1899), ausgeschieden im Jahre 1945 auf Grund der veränderten politischen Verhältnisse.

Bürgermeister a.D. Frank führte sodann die Geschäfte des Bürgermeisters bis März 1946 und wurde durch den vom Gemeinderat auf zwei Jahre gewählten Bürgermeister Rudolf Eber (geboren 14. April 1914) abgelöst.


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