Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 338 / 494

 

Die Antwort klang mir aus den Orgelklängen,
Zur Freiheit drängen wir, zum Sonnenlicht,
Wir quellen aus des Berges tiefsten Gängen,
Die lichtwärtsstrebend unsre Kraft durchbricht.

Nicht wollten wir in finstern Hallen
Verharren tatenlos, — des sind wir müd
Drum ließ der Berggeist uns're Fessel fallen,
die uns von Sonne und von Freiheit schied.

So grüßen wir dich stillen Weggesellen,
Mit frohem Jauchzen, lieblichem Gesang,
Der Freiheit Freude klingt aus unseren Wellen
Ach hohes Lied zu unsrem ersten Gang.

Der Abend sank, die Nebelschleier hingen
Gespenstisch in der Berge lichtem Grün —
Und während meine Schritte talwärts gingen,
Erstand der Seele Antwort auch auf ihr: Wohin.

Hermann Mohn


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