Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 332 / 494

 

Herbstliche Wanderung zum Volkmarsberg

Wir wandern durch ein Sturmestief
Die Schirme sind gespannt
So schlendern wir ein wenig schief
durch herbstlich schönes Land.

Dann hocken wir im Wolfertstal
Eh' wir den Aufstieg wagen;
Wir machten ihn schon manches Mal
Und wollen uns nicht plagen.

Nun grüßen wir den weißen Turm
Uns schirmt die gute Hütte
Vor Regen und vor tiefem Sturm
So ist es alte Sitte.

Hier trinken wir den roten Wein
Er birgt die ganze Sonne
So haben wir auch Sonnenschein
Der Berg schenkt immer Wonne.

Dr. O. Meese, Ellwangen

 

Volkmarsberg — Heimatberg

O Volkmarsberg, du kühner,
Hoch überm Kochertal,
Dir schickt die liebe Sonne
Den erst' und letzten Strahl!

Ringsum die Welt so stille
Der Blick schweift in die Fern.
Nur leis' die Büsche rauschen:
Wie hab ich das so gern!

Und die Wachholderbüschchen
Schaun mich so freundlich an
Mit ihren schlanken Zweiglein
Und blauen Beerchen dran.

Wer dich einmal bestiegen,
Kehrt wieder bei dir ein;
Denn Himmelsruh und Frieden
Senkst du ins Herz hinein.

Ich hör nicht meine Schritte
Auf grün' bedeckter Heid:
Die Vögel nur die muntern,
Die singen mir zur Freud!

Und weiden hier noch Schäflein,
Und ruft ein Kuckuck dort.
Dann möchte ich am liebsten
Gar nimmer von dir fort.


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