Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 331 / 494

 

menarbeit entstand eine neue, noch schönere Hütte, die sich zu einem ausgesprochenen Schwerpunkt für erholungsuchende Wanderer entwickelt hat. Heute gehört eine Wanderung zur Hütte, die jährliche Sonnwendfeier, die Waldweihnacht, der Nußzwick, ein Gang durch das herrliche Gebiet auf den markierten Rundwegen, im Winter der Wintersport am kleinen Lift rund um die TVO-Skihütte, zu den festen Bestandteilen des Oberkochener Jahres. Der lange geübte Brauch, das jährliche Kinderfest auf dem Südteil des Berges abzuhalten ist leider 1979 abgeschaft worden. 1979/80 wurde der Volkmarsbergturm zum 50. Geburtstag vollständig renoviert. Zum Jubiläum gab es eine große Sternwanderung.

Der Berg ist heute somit wieder ein kostbares natürliches Kleinod, in dem die unterschiedlichen Interessen — der Schutz der Natur und das Erholungsbedürfnis der Menschen — in idealer Weise in Einklang gebracht sind.

Das Verbot des Kraftfahrzeugverkehrs auf der Zufahrtsstraße, aber auch der Verzicht auf eine Großskianlage tragen ganz wesentlich zum hohen Erholungswert des Volkmarsbergs bei.

 

Loblied auf einen Aussichtsberg der Schwäbischen Alb — den Volkmarsberg —

Wie ist es so herrlich, hier oben
Auf ragenden Felsen zu stehen!
Wie fühlt sich die Seele gehobe
Auf diesen romantischen Höhen!

Wie ziehen umher sich, wie breiten
Die Bogen der Täler sich aus!
Wie schweift in unendliche Weiten
Das Auge bewundernd hinaus!

Hier oben, benachbart der Sonne,
Hier fühlt man in reinerer Luft
Der Freiheit begeisternde Wonne,
Die Knechtschaft versinkt in die Kluft.

Hier schlagen die Herzen uns höher,
Wir ahnen der Seligen Glück,
Wie fühlen dem Himmel uns näher,
Wir lassen die Erde zurück.

Ludwig Neuffer geb. 1769, ein Freund Hölderlins


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