Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 327 / 494

 

Schlafraum. Durch die Steinbrechmaschine von Maurermeister Trittler wurden die Bergsteine zerschottert und zermahlen. Glasermeister Wingert setzte die aus geschliffenem, poliertem Drahtspiegelglas gefertigten Fenster ein, und Zimmermeister Brunnhuber sorgte für den Bodenbelag und die obere Treppenabdeckung. Sämtliche Schreinerarbeit, die in dem altertümlichen Turmstübchen besonders wohltuend auffällt, wurde von Schreinermeister Fischer ausgeführt. Die Schlosserarbeit besorgte Bauschlossermeister Walz von Heidenheim. Die Malerarbeiten führte Meister Richard Holz von Aalen aus.

Der Turm wurde neben dem Signalstein erstellt, ist aus Eisenbeton errichtet und 23 Meter hoch. Am Fuß hat er eine Grundfläche von sieben auf sieben Metern, die Plattform mißt sechs mal sechs Meter. Die gesamte überbaute Fläche umfaßt 53 Quadratmeter. Die Mauern sind an den Kanten 30 und sonst 15 Zentimeter stark. Das Innere umfaßt fünf Stockwerke, elf Treppen und 104 Stufen. Das Gewicht des ganzen Turms beträgt 390 Tonnen. Ein Wasserbedarf von 45000 Litern mußte mit Fuhrwerken vom Tiefental aus herbeigeführt werden. Ein früherer Öltank der Firma Gebr. Leitz leistete als Wasserbehälter gute Dienste. Verwendet wurden 250 Kubikmeter Sand und Kies, zehn Tonnen Eisen und 900 Sack Zement. Die Deckplatte wiegt 20 Tonnen. Durch eine Nachbehandlung mit Ceresit gelang es, den Turm trocken zu halten. Die feierliche Einweihung des Turmes fand am Sonntag, dem 25. Mai 1930, durch den damaligen Vorsitzenden des Albvereins, Prof. Dr. Nägele, statt. Ab dem folgenden Tag war der Turm für die Öffentlichkeit zugänglich. Albvereinsmitglieder und deren Angehörige hatten satzungsgemäß freien Eintritt. Nichtmitglieder bezahlten 20 Pfennige.


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