Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 305 / 494

 

Am Bachufer, an seichten Stellen mitten im Bach und am Quellenrand blühen im März als erste Frühlingsboten die Sumpfdotterblumen oder »Schmalzkacheln« mit dottergelben Blütenschalen, die von fünf Kelchblättern gebildet werden. Die inneren Blütenteile sondern reichlich Nektar ab, der von hungrigen Bienen eingetragen wird.

Unter dem Ufergebüsch am Kocher leuchten jetzt auch die gelbglänzenden Blütensterne des Scharbockskrautes oder der Feigwurz, deren Blätter reichlich Vitamin C enthalten. Das Scharbockskraut war einst bekannt als Heilmittel gegen den Skorbut, eine Vitaminmangelkrankheit, an der Seefahrer infolge einseitiger Ernährung litten.

Von Juni bis August blüht am Kocherufer die Wiesenkönigin, das ,Mädesüß oder die Spierstaude mit stark duftenden weißen Trugdolden.

Eine schöne Pflanze ist der Blutweiderich. Seine karmesinroten Scheinähren mit quirlig angeordneten Einzelblüten finden wir von Juli bis September an Gräben und in der Uferzone des Kochers.


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