Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 304 / 494

 

gezähnten Blättern sitzen an dünnen Stielen große goldgelbe Hummelblüten, deren Unterlippe mit zwei schwarzroten Punkten verziert ist. Die Gauklerblume ist eine Gartenblume aus dem westlichen Amerika, die bei uns verwilderte.

3. Die Nachtkerze
Sie kam um 1914 aus Botanischen Gärten Amerikas nach Europa, wo sie rasch verwilderte. Die großen hellgelben, radförmigen Blüten der Nachtkerze bilden eine lockere Ähre. Sie öffnen sich abends sechs Uhr, nur zwei Nächte lang, tagsüber schließen sie sich. Ihre Bestäuber sind langrüsselige Nachtschmetterlinge wie das Taubenschwänzchen.
Die Nachtkerze blüht von Juni bis August an Bahndämmen in Kiesgruben und an Fluß- und Kanalufern.

4. Das Knopfkraut
Es stammt aus den peruanischen Anden und kam über Pariser botanische Gärten nach Deutschland. Deshalb nennt man es auch Franzosenkraut. Seit 1910 ist es ein Ackerunkraut in Kartoffeläckern und Gemüsegärten. Wir kennen das Knopfkraut an den niedlichen Blütenkörbchen mit den fünf weißen Strahlenblütchen.

5. Der Quirlblütige Salbei
Er ist verwandt mit dem Wiesensalbei, hat aber viel kleinere, in Quirlen am Stengel sitzende lilafarbene Lippenblütchen. Seine Heimat sind die Gebirgslandschaften am Kaukasus, Nordpersiens, Kleinasiens und Syriens. Er ist wahrscheinlich mit südrussischem und ungarischem Getreide nach Westeuropa verschleppt worden und bei uns jetzt ein eingebürgertes Getreide-Unkraut geworden. Seine klebrigen Früchtchen werden von Schafen verbreitet.

6. Der Gemeine Frauenspiegel
Er ist ein Glockenblumengewächs und fällt auf durch seine lilafarbenen, fünfzipfeligen , platt gedrückten Glockenblüten. Der Frauenspiegel stammt aus Südeuropa. Seine Verbreitung ist durch die Verbesserung des Saatgutes in den letzten Jahren zurückgegangen.

 

Pflanzen am Bachufer und im fließenden Wasser

Schon im Februar erscheinen am Kocherufer die rosa fleischfarbenen Blütenstände der Roten Pestwurz, die in Pestzeiten als Heilpflanze gebraucht wurde.


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