Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 298 / 494

 

Die Steppenheide und ihre charakteristischen Pflanzen

Die Steppenheide dürfen wir nicht verwechseln mit der »Heidekrautheide«, die bewachsen ist mit Heidekraut, Wacholdern, Birken und allerlei Zwerggesträuch. Die Steppenheide ist kein Wald, keine Wiese, auch kein Trockenrasen. Sie besteht aus einem bunten Gemisch von Hochstauden, niederen Kräutern, Gräsern, Moosen und Flechten. Eingestreut sind Sträucher oder krüppelhafte Bäume.

Professor Mahler schreibt im Unterkochener Heimatbuch: »Pflanzensoziologisch stellt die Steppenheide eine Art »Spitzpudeldachspinscher« dar. Sie hat viel Ähnlichkeit mit den Steppen an der unteren Donau und in Südrußland. Auf unserer Markung haben die exponierten, waldfreien Süd-, Südwesthänge an der Eßhalde, am Märzenbuckel, am Pulverturm, am Tierstein und auf der Höhe des Volkmarsberges Steppenheidecharakter.

Zur Gesellschaft der Steppenheidepflanzen zählt man: die Küchenschelle, das Frühlingsfingerkraut, das Salomonssiegel, das Sonnenröschen, Hufeisenklee, Wundklee, Zypressen-Wolfsmilch, Schwalbenwurz, den Großen Dosten, die


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