Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 295 / 494

 

oder Elfenschuh genannt. Auch die Türkenbundlilie rollt jetzt ihre trübrosafarbenen Blüten, die einem orientalischen Turban gleichen, auf. Als echte Lilie entsprießt sie einer Zwiebel, die man Goldzwiebel nennt, weil einst die Alchimisten mit Hilfe ihres goldbraunen Saftes aus unedlem Metall Gold machen wollten.

Im schattigen Wald am Kuckuckstein blüht im Sommer der Wolfseisenhut mit gelben, hahnenförmigen Blüten, die eine verästelte Traube bilden.

Auch die mit gelben Blütenglocken besetzten Blütenstauden des Gelben Fingerhutes, denen wir im hohen Sommer am Hahnenloh oder am Hang des Pulverturmes begegnen, gehören zu den Schönheiten der Albflora.

Schön sind die schwefelgelben Hummelblüten und schön sind auch die gelbgrünen, am Rande gesägten, bewimperten, länglichen Blätter.

Der bekannte Rote Fingerhut, Digitalis purpurea, ist in den Wäldern der Alb ein Fremdling, denn er meidet kalkreiche Böden. Nur auf dolomitischen Feuerstein-Lehmböden, aus denen der Kalk ausgelaugt ist, kann er wachsen.

Auf solch kalkarmen Standorten haben Forstbeamte durch Ausstreuen von Samen kleine Kolonnen von Rotem Fingerhut angelegt. Im Juni, Juli und


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