Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 294 / 494

 

ein Schmetterlingsblütler, also verwandt mit Erbsen und Bohnen. Ihre roten Blüten verfärben sich blau. Die Kinder nennen diese schöne Frühlingsblume »Herrgottschühle«, an anderen Orten nennt man sie »Goggeler«. Bis sich der Buchenwald belaubt, hat die Frühlingsplatterbse bereits reifende Fruchthülsen.

Im April können wir am Märzenbuckel, am kleinen Rodstein, an der Langerthalde und anderen Sonnenhängen die prächtigen, dunkellilafarbenen Blütenglocken der Küchenschelle bewundern. Ein silbriger Haarpelz schützt sie gegen Frost und zu starke Sonnenbestrahlung. Die Küchenschelle ist ein Kleinod der Albflora. Winterdürre Heideflächen auf dem Volkmarsberg oder an der Eßhalde schmücken jetzt die azurblauen, edelsteinbesetzten Sterne des Frühlings-Enzians in ganzen Nestern, die wir sorgsam umgehen müssen. Der Volksmund nennt den schönen Flühlingsenzian »Hausanzünder« oder »Schusternagel«.

 

Edle Vertreter der sommerlichen Waldflora

Im Juni und Juli begegnen wir an Waldwegen im Buchenwald einer schönen Pflanze mit lichtblauen Glockenblüten mit hakenförmig gebogenen Spornen, es ist eine Leitpflanze des Steppenheide-Waldes, die Akelei, auch Gotteshut


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