Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 290 / 494

 

für Wegelagerer gedient hat. Zu längerem Aufenthalt dürfte sie wegen des fehlenden Wassers wohl kaum benützt worden sein. Diese sporadische Benützung trifft, wie die Sage sagt (der geschichtliche Zusammenhang wäre zu überprüfen), sogar im 19. Jahrhundert noch zu. Auch am Anfang des Zweiten Weltkriegs (Angst vor Bomben), wie auch am Ende desselben (Tieffliegerangriffe, Einmarsch), war die Höhle nach Aussagen von noch lebenden Zeugen zum Schutz aufgesucht worden. Der Oberkochener Alfons Hassinger erinnert sich noch genau, daß ein enger weiterführender Schacht am Ende der Höhle zuzgeschüttet worden war, weil dieses »Loch« beim Aufenthalt in der Höhle gestört habe.

Hartnäckig hält sich auch eine Geschichte aus den dreißiger Jahren, wonach ein verstorbener Bürger einen Hund, den ominösen Höhlendackel, in die Höhle gejagt habe, der dann beim Pulverturm, oder, in anderer Version, im Bereich des Klosters Königsbronn wieder aufgetaucht sei. Selbst wenn diese Geschichte irgendwann geschickt erfunden wurde, so zeigt sie doch, daß die Höhle auch im 20. Jahrhundert noch immer von sich reden macht.

Die Sagen und Geschichten um die Höhle haben schon immer wieder dazu geführt, daß kleinere Grabungsaktionen unternommen wurden — so zum Beispiel durch Schüler mit ihren Lehrer Günter in den zwanziger-Jahren dieses Jahrhunderts.


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