Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 289 / 494

 

Die Höhle am Griebigen Stein

Auch hier darf zunächst auf die Sage im entsprechenden Teil dieses Buchs verwiesen werden, — eine phantastische Sage. (Seite 440)

Der in dieser Sage erwähnte unterirdische Gang kann aus geomorphologischer Sicht mit größter Wahrscheinlichkeit nie bestanden haben, — er sei denn von einer eventuellen Höhle, aus der Gegenrichtung vom Bereich des Pulverturms in die Tiefe führend, unter dem Gaintal (Goindl) hindurch, als künstlicher Fluchtweg zwei Höhlen verbindend, gegraben worden — ein höchst unwahrscheinliches Unterfangen.

Wenn man andererseits jedoch davon ausgeht, daß wohl jede Sage auf irgendeinen, wenn vielleicht auch nur ganz entfernt wahren Kern zurückführt, so konnte gerade diese Sage zumindest einen Hinweis darauf geben, daß die Höhle am Griebigen Stein in früheren Zeiten einmal wesentlich länger war. Diesem vermuteten wahren Gehalt der Sage bin ich nachgegangen. Betrachtet man die Lage der Höhle — wenig rechts oberhalb des alten Wegs (Kuhsteige) nach Ochsenberg, am oberen Rand der Eßhalde, gegenüber dem sogenannten Märzenbuckel — so läßt sich vermuten, daß sie von alters her zumindest kurzzeitig immer wieder als Schutzhöhle, vielleicht auch als Unterschlupf


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