Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 280 / 494

 

mit überdurchschnittlichen Erdfallanhäufungen, oft in Form von ganzen Schwärmen oder Ketten, wie in Aalen-Ebnat, Königsbronn (allein im Ortsteil Ochsenberg gibt es über 100 Dolinen!) oder im Essinger Wald. Als größter Einsturztrichter unserer Gemarkung ist jedoch unbedingt die altbekannte Borzelgrube (vgl. auch Ber. v. O. Fraas) im Gewand Borzelhalde oberhalb des Tiefentales zu nennen. Im Gegensatz zu den relativ wenig Dolinen auf Oberkochener Markung kennt man aufgrund der zahlreichen Forschungseinsätze der Höhleninteressengemeinschaft Ostalb (HöhlenINGO, Sitz: Oberkochen) inzwischen 33 Höhlenobjekte auf unserer bescheidenen Gemarkung. Die drei größten Höhlen in unseren Wäldern, das Wollenloch, die Brunnenhöhle und die Griebigensteinhöhle sind inzwischen über die Stadtgrenzen hinaus Berühmtheiten im Ostalbgebiet geworden. Die nachfolgende Aufstellung möge zunächst einmal einen Überblick über alle größeren Höhlen auf Oberkochener Markung geben:

Höhlenname: Länge: Tiefe:
Großes Wollenloch 18 m 62 m
Schmidtesteinhöhle 5 m
Höhle im Unteren Rodstein 8 m
Griebigensteinhöhle 55 m 16 m
Marswegschacht 7 m 18 m
Brunnenhaldenschacht 5 m
Großes Borzelloch 4 m 5 m
Volkmarsbergschacht ehem. 8 m
Kahlenbühlhöhle 15 m 7 m
Kleines Wollenloch 11 m 9 m
Brunnenhöhle 145 m
Feuerknochenschacht 8 m 10 m
Ziegelhaldenhöhle 22
Lohsteinhöhle 4 m
Höhle im Oberen Rodstein 5 m
Langertsteinhöhle 6 m
Höhle in den Langertfelsen 7 m

 

Die Rohstoffe und nutzbaren Gesteine der Oberfläche

In Oberkochen gab es früher mehrere Steinbrüche, sie liegen grundsätzlich nur im Malm beta und delta, welche Werksteine (Hausbau, Gartenmauern) und Straßenbaumaterial lieferten. Bevorzugt als Mauersteine waren die schon von Natur aus mauerartigen Kalkbänke des beta, der besonders in den Tiersteinhang-Steinbrüchen — das Naturfreundehaus steht heute mitten in einem der beiden Brüche — und dem Steinbruch am Langertbrunnen — heute Stand-


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