Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 269 / 494

 

(dünne schwarze durchgehende Linien) zwischen den einzelnen, von Quenstedt gegliederten Zonen. Manchmal paust sich der geologische Unterbau sogar durch einen Vegetationswechsel oder einen Geländeknick durch. Die verschiedenen Schichtzonen und die Bereiche jüngerer Überdeckungen werden auf der Karte durch zugeordnete Buchstaben- (und Zahlen-) Symbole markiert. Die Überbauungsbereiche wurden mit einem Punktraster darüber ausgehalten, die Störung (Vertikalverwurf der Schichten) im »Finstertal« ist durch eine etwas breiter geführte Linie angedeutet. Es handelt sich hierbei um eine kleine Seitenverwerfung der großen Verwerfungszone des »Schwäbischen Lineaments«. ws zeigt die Europäische Wasserscheide an, die die rheinischen Zuflüsse (z.B. Kocher) von den danubischen (zur Donau gewandten, z.B. Brenz), trennt. Sie durchläuft etwa im Bereich nördlich des Seegartenhofes durch das Kocher-Brenz-Tal. af steht für neuzeitliche Auffüllungsflächen, insbesondere mit Bauschutt, die zum überwiegenden Teil schon wieder bepflanzt wurden. Diese Flächen, die also kein »anstehendes Gestein« repräsentieren, wurden mit einer gekreuzten Doppelschraffur versehen. h (Holozän) symbolisiert Talauen mit mächtigem Auenlehm, wie er in den Niederungen in typischer Weise verbreitet ist. hj bedeutet Talauen und Bergflanken, zumeist in den unteren Hangpartien, mit nicht gerundetem Schutt, also dem eigenen Berghangschutt. Die Kantigkeit dieses Kalksteinschuttes soll durch die Spitzwinkelsymbole angedeutet werden. Eine sehr langgezogene Hangschutterasse innerhalb des Stadtgebietes ist der »Bühl« der an seinen Flanken von den Talauen des Gutenbaches und des Katzenbaches begleitet wird. ql bezeichnet die überall auf Albuch und Härtsfeld vertretenen Feuerstein- (Kieselknollen-)lehme der Hochflächen (Quartärlehme), welche in ihren Unterschichten sogar jungtertiären Alters sind. Die Feuersteine (Flinte) sind SiO2- Sammelkonkretionen der ehemals kieseligen Schwammbauten des Malm delta, epsilon, zeta 1, die besonders während der Eiszeiten durch forcierte Verwitterungsbildung aufgrund ihrer Härte erhalten blieben und in die Lehme übergingen. qlt sind die von den Hochflächenverwitterungslehmen stammenden, abgeschwemmten und damit an Feuersteinen »verarmten« Lehme, die sich heute als Trockentaleinfüllungen der Seitentäler mit ihren typischen Schwemmfächern im Zumündungsbereich zum Haupttal präsentieren. Zwischen Talauenböden und Schwemmlehmböden bestehen natürlich beträchtliche Qualitäts- sprich Fertilitätsunterschiede. Schwemmlehm, der auch natürliche Kalksplittanteile enthält, war zuletzt bei Verbreiterungs- und Kanalisationsarbeiten in der Dreißentalstraße (Höhe Schulhaus) offengelegt worden, Auenlehm war sehr deutlich bei Regulierungsarbeiten des Gutenbaches im Wolfertstal einsehbar. Die verbleibenden Signaturen kennzeichnen die bei uns landschaftsaufbauende Schichtenfolge des Weißen Juras vom alpha (ox 1, unter dünnen Hangschuttdecken vorhanden) bis zum zeta 1 (ti) sowie der Massenkalke bzw. -dolomite (wmk). Beta (ox 2) bis epsilon (ki 3)


zurück
 
Inhalts-
verzeichnis

weiter

[Home]