Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 265 / 494

 

fort. Die meist gut erhaltenen Grenzsteine zeigen das bereits beschriebene Bild: Württ. Wappen, Hirschstangen oder Abtstab einerseits, die Oberkochener Pflugschar oder den Ellwanger Probsthut andererseits.

Droben auf dem Wollenberg stoßen dann Essinger, Königsbronner und Oberkochener Markung zusammen. Auf Essinger Seite wechseln Bürgerwälder und Woellwarthsche Besitzungen (Halbmond) ab. Auf Oberkochener Seite bezeugen die Steine ehemals altwürtt. bzw. fürstpröbstlich-ellwangischen Besitz (Abb. 19,20,21,22).

Die Grenznachbarn ändern sich erst wieder im nördlichen Gemarkungsgebiet auf dem Langert, wo Essinger, Aalener und Oberkochener Gemarkung zusammentreffen. Ab hier findet sich der Aal der Reichsstadt Aalen und die Oberkochener Pflugschar auf den Grenzsteinen (Abb. 23 und 24, die Steine sind heute in Oberkochen beim Römerkeller im Weilfeld aufgestellt).

Entlang des Kirchenwaldes Peterhau auf dem Langert taucht noch eine weitere Variante von Grenzsteinen auf: Der Peterschlüssel ziert die Seite des Waldbesitzes der katholischen Peter und Paul Kirchengemeinde Oberkochen, der Aal und ein A auf der Gegenseite zeigen an, daß er unmittelbar an Aalener Gebiet — den Stadtwald Langen — angrenzt (Abb. 25, 26).

An der Besitzgrenze Kirchenwald Peterhau und Wald der Realgenossenschaft finden sich Steine mit dem Peterschlüssel und der Pflugschar (Abb. 27, 28). Gehen wir ostwärts weiter, so finden sich erstaunlicherweise wieder die württ. Hirschstangen und der Probsthut auf der Nordseite, die Oberkochener Pflugschar auf der Südseite. Wir befinden uns noch auf der Grenze zwischen Aalener Stadtwald und Realwald Oberkochen, jedoch bereits im Bereich der Unterkochener Gemarkung.


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