Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 257 / 494

 

Westlich des Kochers setzt sich die Reihe der Flurnamen fort mit dem Gebiet Tierstein (31) oberhalb der Lenzhalde (32). Durch diese Flur führt die Geiselsteige oder Geißensteige (33) wohl analog dem Geißenwegle im Rot (vielleicht auch Goißel = Peitsche).

Loach (34) ist die nordwestliche Fortsetzung des Heidestreifens unterhalb des Waldrandes, heute von der Heidestraße durchschnitten.

Gutenbach (35) — Einst ein stilles Wiesental ist heute im Unterlauf vollständig eingebaut. Im Mittellauf fließt der Bach durch das Spitztal (36) und den Erlenwasen (37). Dort in Richtung Langen entspringt der
Langertbrunnen (38), gleich daneben steht »Balles Kreuz« (39) am unteren Rand der
Langerthalde (40). Es folgen westwärts Kirschentäle (41), Finstertäle (18) mit dem Acker »Pfannenstiel«, Gunderstal (43), Kippacker (44) und Krapfenakker (45), Buchwang (11) und Eichertbrünnele (47). Links des Wegs zum Gunderstal und zum Wasserhäusle liegt der Stollen (42), aufgeschüttet aus dem Durchbruch des Osterbuchstollens der Landeswasserversorgung.

Dies sind die Flurnamen nördlich des Gutenbachs und des heute wohl fälschlich als Wolfertstal bezeichneten Tals nach Essingen, Richtung Albstetter Feld, durch die Hohlgasse (46).

Von der Essinger Grenze beim Heiligenhau (südlich) und Eichert (nördlich) Richtung Oberkochen folgen nacheinander die Fluren:

Lache (47) mit dem sogenannten Bäuerle Stadel (48) — der Feldscheune des ehemal. Bäuerle-Hofes.

Maßhalder (22) — das ist der schwäbische Name für Feldahorn.

Orthalde (50) oder auch Roathalde, darunter die »Steiner« (49) — der steinige Riegel oberhalb des Schafstalls und des Wetterkreuzes.

Hommelwiesen (51) — die zur Unterhaltung der örtl. Farrenhaltung dienten. Burrenwiesen (53) — heute bereits überbaut.

Neubrunnen (53) ist eine Quelle unter der steilen Halde vor dem Aussiedlerhof Fischer oberhalb des Gutenbach und des Erlenwasen.

Das Spitztal (56) mit den Burrenwiesen ist heute als künftiges Wohngebiet bekannt geworden. Es zieht sich bis zum Segelfliegerhäusle hin.

Im Wolfertstal (54) liegt der Aussiedlerhof. Von dort erstreckt sich die

Lange Hecke (55) am Hang entlang, manchmal auch als »Hirtenrain« bezeichnet. Dort stand die

Skischanze (57), die noch zahlreichen Altoberkochenern bekannt sein dürfte. Rain (58) und

Gieß (59) schließen sich an, sie liegen oberhalb des Luggenlohbrunnen (60). Weingarten (61) ist das Gewann, wo heute die Wiesenkapelle steht — die seinerzeit wegen des Baus des Sägewerks Bäuerle in den Kapellenwiesen abgebrochen und von der Firma droben über der »Dörr« neu errichtet wurde. Die Dörr (62) zieht sich herunter bis zur TVO-Turnhalle. Auf der Dörr oder


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