Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 254 / 494

 

Abt. 14. Roßstall (98) mit dem Hubertus- oder Roßstallhüttle

Abt. 15. Meisentäle (99)

Abt. 16. Steinboos (100) — hier ein alter Steinbruch.

Wollenberg (1). Um den breiten Bergrücken im SW der Gemarkung zwischen Kochertal, Tiefental und Großbrenzel (5) ranken sich wie um die Bilz mancherlei Sagen und Geheimnisvolles (Schäfer vom Wollenberg etc.). Der Name könnte von den Wollfetzen der Schafe kommen, die dort an Sträuchern und Buschwerk hängen blieben. Möglich ist jedoch eine viel ältere Erklärung im Zusammenhang mit dem adligen Namen Woellwarth.

Die Gemarkungen von Essingen und Oberkochen treffen sich unmittelbar am Großen Wollenloch (2), der merkwürdigen Schachthöhle von ungewöhnlicher Tiefe. Nur wenige 100 m weiter Richtung Süden stoßen dann auf dem höchsten Punkt (710 m) Essinger, Königsbronner und Oberkochener Gemarkung zusammen. Der Königsbronner Seite folgend geht es vorbei an der Klosterhalb (10) rasch talwärts zur Ziegelhütte, die ganz nahe jenseits der Gemarkungsgrenze liegt.

Der Wollenberg wird in mehrere Teilgebiete unterteilt. Die Einhänge nach Oberkochen heißen Ellwanger Wollenberg, weil sie zusammen mit den südlichen Teilen der Bilz ehemals Ellwanger Besitz waren. Die Taleinhänge nach Osten sind die Ziegelhalde (3), auf der Königsbronner Seite liegen bereits der Klosterberg (4), das Großbrenzel (5) und der Gnannenberg (6).

Der Wollenberg ist heute vollständig bewaldet. Der Distrikt 6 »Wollenberg« mit 5 Waldabteilungen gehört dem Staat. Der Distrikt 4 »Ziegelhalde« mit den 2 Abteilungen Wanne (7) und Ziegelhalde (8) ist Eigentum der Realgenossenschaft Oberkochen.

Wanne (7) ist das steile Seitentälchen des Brenztals, das heute als Erddeponie verfüllt wird. Der Wannensturz (9) ist das Felsenriff am Zusammentreffen von Tiefental und Brenztal.

Ziegelhalde (8) trägt den Namen der Ziegelhütte, die einige Zeit als Klosterziegelei diente.

Die staatlichen Waldabteilungen des Distrikts 6 Wollenberg tragen ff. Namen:

Abt. 1. Wanne (11) — neben dem Wannensträßchen, das in Serpentinen zur Höhe führt, war früher auch eine der großen Zentralköhlereien.

Abt. 2. Kleinwollenloch (12) — das kleine Wollenloch ist am Wanderweg gelegen und weit unauffälliger als das große.

Abt. 3. Großwollenloch (13)

Abt. 4. Schwarzweilerteich (14) einer der wenigen Namen auf Oberkochener Gemarkung, der an eine frühere, längst abgegangene Siedlung erinnert, deren Lage unbekannt ist.


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