Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 253 / 494

 

Zahlreiche Namen — aber auch Legenden — gibt es für die einzelnen Waldorte:

Abt. 1. Berghäule (71) liegt am weitesten nördlich und östlich. Es grenzt an die Essinger Gemarkung. Der kürzeste Weg von Oberkochen in die Bilz führt durch das Berghäule und das an dessen südl. Rand gelegene »Saure Mand« (72).

Abt. 2.Bilzhütte (73). Die Abteilung trägt den Namen der gleichnamigen, sagenumwobenen Hütte. Früher auch noch Bilzteich (74).

Abt. 3. Bilzmähder (75). Früher auch noch Schneckenburren (76), Hasel- oder Hasenbilz (77).

Abt. 4. Kohlhaubilz (78) früher auch noch Sahlenhau (79) und Hagental (80) mit alten Kohlplatten wie fast überall. Ob Haugenial = Hagental etwas mit den Hauken — den Essingern — zu tun hat?

Abt. 5. Hohmand (81) entlang der Realgrenze — wie das angrenzende »Saure Mand« (72) ehemals eine einmähdrige Wiese (= einmal im Jahr nur gemäht). Abt. 6. Großteich (82)

Abt. 7. Heidelbeerbilz (83) — mit ausgedehnten Heidelbeerflächen.

Abt. 8. Wasserteich (84) — man versuchte hier Wasser für die Köhlerei und die Viehweide zu sammeln.

Abt. 9. Jörglesmand (85) das seinen Namen von einem Schmidjörgle trägt, der wohl diese ehemalige Weide an den Staat verkauft hat.

Abt. 10. Meckenschlag (86) und

Abt. 11. Rehburren (87)

Diese Abteilungen schließen den Gemeindewalddistrikt Bilzmähder (88) mit seinen drei Abteilungen völlig ein. Sie waren früher Weide, heute ist tlw. die erste Waldgeneration noch vorhanden — Fichten von fast 50 m Höhe (!). Sie heißen auch »Kochener Mähder«.

Abt. 1. Bilzteich (89)

Abt. 2. Bilzhaus (90) — hier stand das ehemalige Hirtenhaus des Bilzhannes. Wasser sammelte er in der nahen Bilzhülbe.

Abt. 3. Hirschstang (91) — erinnert an die Zeit der Rothirsche, die hier erst 1919 zu Ende ging.

Sixenfeldle (92) ist das abgelegene einzelne Waldstück, umschlossen von Real- und Staatswald, das die Gemeinde um 1836 von dem Bauern Grupp Melchior erwarb, als er von Oberkochen wegzog. Es wurde damals als Fichtenwald aufgeforstet. In der Urkarte von 1830 heißt es noch Gruppenmand.

Abt. 12. Tiefentalhalde (93). Sie nahm in ihrer heutigen Form auch das frühere »Stück (94)«, ebenfalls eine Feldaufforstung, auf.

Abt. 13. Ellwangerhalde (95) mit der früheren Brunnenhalde (96) über dem Hubertusbrunnen (97) erinnert im Namen, wohin sie einst gehörte. Die nördl. Bilzflächen waren Königsbronner Klostergut bzw. Kammergutbesitz.

Westlich des Tiefental erstrecken sich am Steilhang bis zur Essinger Gemarkungsgrenze die Abteilungen:


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