Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 252 / 494

 

halde (42) sind neuere Bezeichnungen, die mit der Erschließung des Volkmarsbergs für Wanderer entstanden.

An Bauwerken gab oder gibt es außer der Skihütte die A V-Hütte, den Turm, dem »Diftele« seine Hütte — ehemal. Verkaufsstand »Holz« neben dem Turm (bis 1945) —, die alte Leitz-Hütte und die Jagdhütte Leitz.

Südlich an den Volkmarsberg anschließend folgt:
Brunnenhalde (43) — der Realwald-Distrikt 5 mit 10 Abteilungen. Der Name ist von dem quellenreichen Steilhang — die Brunnenhalde — hergeleitet.

Abt. 1. Bergstraße (44) nach der um 1934 gebauten heutigen Volkmarsbergzu- fahrt. Links zweigt bei der Überquerung der Schiabfahrt das sogen. Sallesteichle (45) ab (Sahle = Salweide). Dieses liegt unterhalb der Kahlenhalde (46).

Abt. 2. Brunnenhalde (43). Die dortige starke Quelle wurde schon vor dem 1. Weltkrieg gefaßt und über Rohrleitungen zur Firma Leitz geleitet. Die Brunnenhöhle (47) ist erst seit kurzem erforscht. Beim Brunneneck (48) erreicht das Brunnenwegle (49) die Hochfläche. Dort steht der Jakobstein (50). Der Stein — beim Bau des Bimmelsträßchens freigelegt — erinnert an den Realförster Jakob Jäger (in Oberkochen von 1955-1978).

Abt. 3. Vordere Brunnenebene (51) mit dem Brunnensturz (52) als Aussichtspunkt bekannt bei der »Carstens-Bank« (52). Dort auch die Marxe-Schleife (von Holzschleifen = Holzziehen).

Abt. 4. Hintere Brunnenebene (53). Die schotterreichen Waldböden tragen die ärmsten Buchenwälder weit und breit.

Abt. 5. Schmittehalde (54), der Hang über dem Kocherursprung mit dem Schmittefelsen (55), an dessen Fuß einst der Schmelzofen = die Schmitte stand. Heute durch das Schmittesträßchen als Fortsetzung der Wacholdersteige (56) gut erreichbar. Beim Tiefentalsturz (57) geht es hinab ins Tiefe Tal.

Abt. 6. Fuchskohlplatte (58) der große Kessel über dem Kocherursprung wird ebenfalls von der Wacholdersteige erreicht über das Steinschräufele (59). Ein Stück des »Hans Zöllner-Wegs« (60) führt durch diesen Waldteil. Am oberen Ende des Steinschräufele stand das »Scheerers-Steinle« (61), das leider nicht mehr da ist.

Abt. 7. Bemmel (62) ist die südl. Hochfläche der Brunnenebene.

Abt. 8. Borzelhalde (63) kommt wohl von Purzeln...

Abt. 9. Tiefentalhalde (64) durch diese führt die alte »mittlere Steige« (65) hinauf zur Abteilung Borzelgrube.

Abt. 10. Borzelgrube (66) — nach dem gleichnamigen Naturdenkmal — einem Krater von respektabler Größe.

2c) Waldnamen in den westlichen Markungsteilen des Staats- und Gemeindewaldes Bilz
Die Bilz (70) bedeutet ein feuchtes (?) abgelegenes Weidegebiet — der Name hat mit Pilzen nichts zu tun. Ein großes Waldgebiet trägt diesen alten Namen. Es gehört dem Staat (Distrikt 5) und teilweise der Stadt (Distrikt 4).


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