Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 251 / 494

 

Abt. 2. Maßhalder (22) — nach Maßhalder = Feldhorn
Abt. 3. Wolfertstal (23) — das eigentliche Wolfertstal
Abt. 4. Lache (26) — hier wird wieder die Essinger Grenze —, der Heiligenhau — erreicht.
Abt. 5. Weingarten (27)
Abt. 6. Dreißental (28)
Abt. 7. Berghäule (32)

Ortshalde — ist vermutlich auf roden — wie Rothalde — zurückzuführen. Durch den Steilhang führte das »Severinswegle« senkrecht bergab. Wolfertstal — im engeren Sinne ist nicht das breite Tal Richtung Essingen, sondern das schmale steile Seitental vom Aussiedlerhof Fischer nach Westen Richtung Volkmarsberg. Wolfhardt — Volkhardt — könnte der gleiche Wortstamm sein. In der Abteilung liegt der Lindenfirst (24), ein Felskopf am östl. Oberhang, sowie das sogen. »Drecketsteigle« (25) — ein kleines steiles Seitental des Wolfertstales, das auch zum Volkmarsberg führt.

Lache (26) ist eine feuchte, ja nasse größere Fläche, das Wort findet sich auch in Wasserlache — Lache kann auch Grenze bedeuten. In der Abteilung befindet sich auch der Kanzelfels (35) auf der Grenze zum Stadtwald.

Weingarten (27) — sicher hat wohl hier einmal ein Weinbauversuch stattgefunden. Es gab ja wesentlich wärmere Zeiten als heute. Weingart als Gewann-Namen gibt es in unserer rauhen Gegend öfter.

Dreißental (28) Über den Ursprung des Wortes gibt es manche Spekulationen bis zur Vermutung, die Tiroler Einwanderer aus der Zeit nach dem 30jährigen Krieg hätten das Wort mitgebracht. Innerhalb der Waldabteilung gibt es den sog. Katzenstein (29), den Katzensturz (30) und die Hattelhalde (31) — eine Hattel war eine alte Kuh, die zum Ziehen eingewöhnt war.

Berghäule (32) am westl. Markungsrand, gibt es auch im Staatswald.

Der städtische Besitz auf dem Volkmarsberg ist seit 1938 ganz unter Naturschutz gestellt. Dennoch ist eine Waldeinteilung vorhanden und werden Teile forstwirtschaftlich benutzt.

Auf dem Berg gibt es einige Namen, die hier erwähnt werden müssen:

Die Märchenwiese (33) ist im Norden das kleine Wiesenstück am Ende des Wolfertstals, es erhielt diesen Namen erst in den letzten Jahren. Über die Berghecke kommt man zum Gipfel.

Das Holzwarthsäckerle (34) im Ostteil springt keilförmig in den Realwald Weingarten vor. Der Holzwart war der von der Realgenossenschaft beauftragte Waldschütz.

Der Kanzelfelsen (35) auf der Grenze Stadt-Real ist ein beliebter Anlaufpunkt zwischen Berghäule und Lache.

Der Sattel (36) ist der Platz bei der Mutterbuche (37).

Beim Holzehans (38) steht heute die Skihütte und das Liftstüble.

Paul Grupp-Weg (39), Turmweg (40), Hermann-Illg-Eiche (41) und Hubertus-


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