Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 250 / 494

 

Es sind typische Kunstnamen der Jahrhundertwende.

Langert (4). Die Realgenossenschaft nennt ihren Distrikt 7 so. Er umfaßt vier Abteilungen:
Abt. 1. Langert (4) mit dem Langertfelsen (8)
Abt. 2. Kirschentäle (9)
Abt. 3. Gunderstal (10)
Abt. 4. Buchwang (11)

Kirschentäle (9) ist nach dem Langerttal das zweite Seitentälchen das vom Wolfertstal nach Norden abzweigt und auf kürzestem Weg zum Kirchenwald Peterhau führt. Am NW-Ende der Abteilung liegt über dem dritten Seitental, dem Finstertäle (18), der Kuckucksstein (19).

Gunderstal (10) heißt das 4. Seitental — die Waldungen heißen bei den Oberkochenern mehr »Schmalhalde« (12), weil nur der schmale Steilhang nach Oberkochen gehört. Der Name soll nach Pfarrer Trittler von Gund-Cumb = keltisch Hochtal, cumbeta altrömisch Hochtälchen kommen.

Buchwang (11) ist der westlichste Waldteil der Realgenossenschaft. Der nach Osten orientierte Bergrücken grenzt im Süden bereits an Essinger Markung. — Wang bedeutet Bergrücken — Bergvorsprung. Heute ist der »Buchen«wang zu 90% mit Fichten bestockt. Zwischen Schmalhalde u. Buchwang liegt das Roßteich.

Peterhau (13) ist nördlich des Langert — zwischen Unterkochener und Oberkochener Gemarkung, zwischen Stadtwald Aalen und Realwald, Abteilung 2 Kirschentäle, als langgestrecktes Dreieck eingesprengt. Der Kirchenwald oder Heiligenwald (13a) der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter wird von den Forstleuten in 5 Abteilungen unterteilt:
Abt. 1. Langertspitz (14)
Abt. 2. Heiligenhau (15)
Abt. 3. Kirschentäle (16)
Abt. 4. Peterhau (17)
Abt. 5. Finstertäle (18) mit dem Kuckuckstein (19)

Volkmarsberg (20) — der Oberkochener Hausberg, deshalb auch oft nur »der Berg«, bildet im NW des Orts einen großen bewaldeten Kegel. Der Name wird gedeutet als »Berg des Volkmar« — Volkmar ist der vom Volk geachtete, »im Volk bekannte« oder »berühmte«. Näher liegt die Erklärung nach Pfarrer Trittler: »Volkhardtsberg« = Volkhardt = Hardt = Wald des Volkes — also ein Waldgebiet, das im Gemeindebesitz war und ist.

In der Waldeinteilung ist der Berg der Distrikt 6 des Realwaldes und der Distrikt 7 des Stadtwaldes. Die südliche Grenze bildet das obere Dreißental — der Kessel — und das Sallesteichle, durch das früher der kürzeste Vicinalweg in die Bilz führte (vorbei an der Jagdhütte Leitz).

Der Realwalddistrikt Volkmarsberg hat sieben Abteilungen.

Abt. 1. Orthshalde (21) — die Oberkochener sagen auch Roathalde


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