Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 247 / 494

 

4. Eselbuch (5) heißt der Rücken und die nach SO geneigte Hochfläche vom Rodstein (32) Richtung Ochsenberg. — Der Name steht für den Distrikt 4 des Staatswaldes.

Zu ihm gehören die folgenden Abteilungen:
Abt. 1 Langteich (45) früher auch noch Hagenbuch (46)
Abt. 2 Büchlesplatte (47)
Abt. 3 Kammerbüchle (48) früher auch noch Althäule (49)
Abt. 4 Däsch (50) mit dem Däschwiesle, auch Frey's Wiesle, und dem Charlottenweg
Abt. 5 Büchle (53)
Abt. 6 Charlottenmand (54)
Abt. 7 Judenangst (55) früher auch noch Ochsentrieb (56)
Abt. 8 Riesenhau (57) früher auch noch Riesenmand (58). Dort steht die Eugen-Betzler-Hütte (59).

Zwischen Staatswald Abt. 6 und 8 liegen die Gemeinderiesen (60) — eine städtische Waldenklave im Staatswald mit den beiden Abteilungen Gemeinderiesen (61) und Saatschule (62).

In den Gemeinderiesen liegt die »Riesenhauhülbe« (63) und steht die sogen. »Gustav-Bosch-Eiche« (64).

Man erreicht die Härtsfeldhöhe durch das Langteich entlang der zur Markung Königsbronn gehörenden Abteilung Mathesle (65) und über die Riesensteige (66) auf dem sogen. »Aalener Weg«.
Abt. 9 Gaintalebene (67)
Abt. 10 Hirschburren (68)
Abt. 11 Kiesbühl (69), Abt. 12 Kiesrucken (70) liegen ebenso wie die Abt. 14 Fuchsbau (71), Zollhaukopf (72), 16 Zollhalde (73) und 17 Pulverturm (74) bereits auf Markung Königsbronn. Abt. 13 Josenhalde (75) liegt über dem Gewann Gaulhimmel (44) im Gaintal (43).

Eselbuch (5) erinnert an den noch heute reichlich vorhandenen Buchenwald. Esel benutzte man als Tragtiere für die dort auf vielen noch erkennbaren Meilerplätzen erzeugte Holzkohle.

Büchle (53), Büchlesplatt (47), Kammerbüchle (48) sind heute noch von Buchenwald bedeckt.

Kammerbüchle (48) ist das der »Kammer« als Krongut der Württ. Herzogsfamilie gehörende Waldstück, im Gegensatz zum Klosterbüchle, das zum Kirchengut gehörte, weil es im Besitz des Königsbronner Klosters war.

Däsch (50) ist die Bezeichnung für eine kleine Geländevertiefung — Mulde —. Auf dem »Däschwiesle« (51) war noch vor 80 Jahren eine der großen Zentral-Kohlplatten, die vor ca. 150 Jahren an Stelle der früheren Einzelköhlereien gerichtet wurden. — Vermutlich Frey's Wiesle, weil ein Köhler Frey dort seinen Meiler hatte.

Charlottenmand (54) — muß früher eine zeitweise als Weide genutzte Fläche gewesen sein.


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