Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 245 / 494

 

1. Zwerenberg (1)
Der Name sagt — Zwerch = quer liegender Berg.
1. Distrikt der Realwaldungen, er grenzt an Staats-, Gemeinde- und Realwaldungen auf Unterkochener Seite (Futtelteich, Pfaffenstein, Immeregart, Sauteich). Die südöstliche und südliche Grenze bildet die Ebnater und Königsbronner Markung mit den Gewannen Judenweg und Ebnater Steige.

Der Realwald Distrikt Zwerenberg ist in acht Abteilungen eingeteilt:
Abt. 1 Hinterer Zwerenberg (18)
Abt. 2 Vorderer Zwerenberg (19)
Abt. 3 Sauteich (20)
Abt. 4 Hauenteich (21)
Abt. 5 Kahlenbühl (22)
Abt. 6 Kahlenbühlebene (23)
Abt. 7 Breitscheit (24)
Abt. 8 Spitzig Fels (25)

Die Abteilungen 4-8 befinden sich auf dem Bergrücken »Kahlenbühl« (2) zwischen der alten Ebnater Steige und dem Langenteich.

Geht man vom Römerkeller die Ebnater Steige aufwärts, so erreicht man als erstes Waldstück das Zigeunerwäldle (26) — eine späte Fichtenaufforstung eines Geländes, das die Landfahrer gern als Lagerplatz benutzten. Die Ebnater Steige heißt auch der Judenweg (27). Der Steinbruch links der Steige heißt noch heute der Wingert'sche Steinbruch (28).

Sauteich (20) bedeutet das Teich (= Tälchen), in das man die Sauen eingetrieben hat, im Kataster heißt das Gewann Mittelrain.

Kahlenbühl (2) ist der Bühl (= kleine überschaubare Anhöhe), der wohl sehr lange Zeit holzleer war.

Spitzig Fels (25) trägt seinen Namen von dem genau auf der Markungsgrenze zu Königsbronn gelegenen eigenartigen Felsengebilde (Schwammstotzen). Dieser Abteilungsname kommt auch im angrenzenden Staatswalddistrikt 3 —Kohlhau — vor. Der Kohlhau ist über 500 ha groß und diente vor Zeiten vor allem der Köhlerei.

2. Rodstein (3)
2. Distrikt der Realwaldungen zwischen Langteich (12) und Kuhsteige (36) mit fünf Abteilungen:
Abt. 1 Langteich (29)
Abt. 2 Rodgrüble (30)
Abt. 3 Rodhalde (31)
Abt. 4 Rodstein (32) mit dem oberen und dem unteren Rodstein
Abt. 5 Märzenbuckel (33) mit dem gleichnamigen Felskopf

Durch das Rot führt das Geißenwegle (34) hinauf zur Rodgrube (30).

Der Name Rot oder Rod leitet sich wohl von reuten — roden ab. Mit rotem Boden oder dergl. hat er sicher nichts zu tun.


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